Auch beim Skiurlaub müssen Touristen während der Corona-Pandemie mit Einschränkungen rechnen  (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Einreise, Quarantäne, Testpflicht

Skiurlaub an Weihnachten trotz Corona? Das gilt in Italien, Österreich und der Schweiz

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Wer in diesem Winter einen Skiurlaub geplant hat, muss sich auf Quarantäne einstellen. Was gilt für Einreise, Ausreise und ungeimpfte Kinder?

Wer über die Weihnachtsferien zum Winterurlaub oder Skifahren nach Südtirol in Italien, nach Österreich oder in die Schweiz reisen will, muss aufgrund der wechselnden Corona-Lage die Regeln ständig im Blick behalten. Besonders darauf achten muss, wer mit Kindern einreisen will. Beim Auswärtigen Amt gibt es die jeweils aktuellen Vorschriften für Italien, Österreich und Schweiz ausführlich zu lesen. Hier sind sie in komprimierter Form:

Italien

Wer derzeit nach Italien einreisen möchte, muss sich per Online-Formular anmelden. Vollständig Geimpfte und Genesene müssen zusätzlich zum Zertifikat der EU oder dem gelben Impfausweis ein negatives Testergebnis vorweisen (PCR-Test, nicht älter als 48 Stunden, oder Antigentest, nicht älter als 24 Stunden). Kinder unter sechs Jahren sind von der Testpflicht ausgenommen. Wer weder geimpft noch genesen ist, muss ein negatives Testergebnis (PCR-Test nicht älter als 48 Stunden, oder Antigentest nicht älter als 24 Stunden) vorlegen und nach der Einreise nach Italien eine fünftägige Quarantäne antreten und das örtliche Gesundheitsamt informieren. Nach fünf Tagen Quarantäne muss ein weiterer Test gemacht werden.

Minderjährige im Allgemeinen sind von der Quarantänepflicht befreit, wenn sie in Begleitung eines Elternteils reisen, für den aufgrund eines Impfzertifikats oder Genesenennachweises keine Quarantänepflicht besteht. Die Nachweispflicht über einen negativen Corona-Test für Kinder ab sechs Jahren gilt weiterhin.

In Italien gilt aktuell der "gesundheitliche Notstand". Regionen und autonome Provinzen sind nach Farben sortiert in vier Kategorien eingeteilt. Südtirol liegt in der autonomen Provinz Bozen (PA Bolzano) und aktuell in der gelben Kategorie. Damit gilt in der Region und auch in ihren Skigebieten grob gesagt die 3G-Regel sowie eine Maskenpflicht schon für Kinder ab sechs Jahren. Würde die Autonome Provinz Bozen orange eingestuft, würde das vereinfacht gesagt 2G bedeuten.

Italien und auch Südtirol stehen derzeit nicht auf der Liste der Hochrisikogebiete des Robert Koch-Instituts. Nach der Rückreise nach Deutschland gilt daher keine Quarantänepflicht - außer man hat einen längeren Zwischenstopp in Österreich eingelegt. Dann kommen die Regelungen für Rückreisende aus Österreich zum Tragen.

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Österreich

Zur Eindämmung der Omikron-Variante des Coronavirus verschärft Österreich vom 20. Dezember an seine Einreisebestimmungen. Wer weder geimpft, noch genesen ist, darf gar nicht mehr einreisen. Ohne weiteres darf nur noch ins Land, wer dreifach geimpft ist. Für doppelt Geimpfte sowie für Genesene gilt zusätzlich eine Pflicht zum PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Wer bei der Einreise kein negatives Testergebnis hat, muss sich registrieren und unverzüglich in Quarantäne. Die Quarantäne darf beendet werden, sobald ein negativer PCR-Test vorliegt.

Ausgenommen von den Vorschriften sind Schwangere und Menschen, die aus Gesundheitsgründen nicht geimpft werden können. Der Grund für die Ausnahme muss durch ein ärztliches Attest nachgewiesen werden. Sonderregeln gibt es außerdem für Kinder und Jugendliche. Für Pendlerinnen und Pendler bleibt es bei der 3G-Regel.

In Österreich gilt fast überall die 2G-Regel - auch in Hotels, in der Gastronomie, am Skilift in Tirol oder in der Gondel. Der landesweite Lockdown wurde aber am 12. Dezember aufgehoben.

Auch bei der Rückreise aus Österreich nach Deutschland müssen Nachweise erbracht werden. Österreich steht seit 12. November auf der Liste der Corona-Hochrisikogebiete. Für die Rückreise nach Deutschland heißt das: Auf direktem Weg ins eigene Zuhause zurückkehren und dort eine zehntägige Quarantäne antreten. Über das Portal einreiseanmeldung.de können Geimpfte oder Genesene ihre Nachweise hochladen und sich so von der Quarantänepflicht befreien. Wer weder geimpft noch genesen ist, kann die Quarantäne frühzeitig durch ein negatives PCR-Testergebnis frühestens fünf Tage nach Beginn der Quarantäne beendet werden.

Was aber ist mit Kindern unter zwölf Jahren, die nicht geimpft sind oder nicht genesen sind? Für sie endet die Quarantäne unabhängig von Impf- oder Genesenenstatus und auch ohne Test fünf Tage nach der Einreise aus Österreich.

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Schweiz

Die Schweiz lockert ab dem 20. Dezember die Einreisebestimmungen wieder. Während seit Anfang Dezember auch für Geimpfte ein PCR-Test für die Einreise nötig war, reicht nun ein Antigen-Schnelltest, der höchstens 24 Stunden alt sein darf. Ungeimpfte brauchen zur Einreise in die Schweiz weiter einen PCR-Test. Zudem müssen sich Geimpfte und Genesene nicht mehr wie bislang einem zweiten Test nach vier bis sieben Tagen unterziehen. Die Regel bleibt nur für Ungeimpfte in Kraft. Der zweite Test darf auch ein Antigentest sein, ein Selbsttest ist aber nicht erlaubt. Zusätzlich müssen Einreisenden in die Schweiz das "Passenger Locator Form" ausfüllen. Für Menschen, die aus Grenzregionen der Schweiz - dazu zählen auch Baden-Württemberg und Bayern - einreisen, entfallen die Pflicht sich zu testen und das Formular auszufüllen. Zusätzlich von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren.

In der Schweiz und ihren Skigebieten gilt eine Maskenpflicht (ausgenommen sind Kinder unter zwölf Jahren), Zugangsbeschränkungen nach Impf- oder Genesenenstatus gibt es nicht. Die Kantone können aber strengere Maßnahmen verhängen. Diskotheken sind geschlossen, zwischen 23 und 6 Uhr ist Sperrstunde und in Innenräumen – also zum Beispiel in Restaurants oder Theatern – gilt nun auch in der Schweiz die 2G-Regel, also Zutritt nur noch für Geimpfte oder Genesene. Zusätzlich muss eine Maske getragen werden, die in Restaurants nur beim Essen am Tisch abgenommen werden darf. Wo nicht im Sitzen getrunken oder gegessen werden kann, also in Clubs und Bars, gilt 2G-Plus - also rein dürfen nur noch Geimpfte und Genesene, die zusätzlich ein negatives Testergebnis vorweisen können. Eine Ausnahme ist Samnaun, das mit Ischgl in Österreich einen Verbund bildet. Dort gilt deshalb wie im Nachbarland 2G.

Die Schweiz wird vom Robert Koch-Institut seit 5. Dezember als Hochrisikogebiet eingestuft. Damit gelten für Reiserückkehrer aus der Schweiz dieselben Regeln wie für jene, die in Österreich Urlaub gemacht haben: Sofort nach Hause, zehn Tage Quarantäne. Wer geimpft oder genesen ist, kann auf einreiseanmeldung.de seine Nachweise hinterlegen und damit die Quarantäne beenden. Für alle anderen gilt: Frühestens nach fünf Tagen kann ein negativer PCR-Test die Quarantäne beenden.

Für Kinder unter zwölf Jahren, die nicht geimpft oder genesen sind, heißt das: Auch sie müssen in Quarantäne. Allerdings endet diese automatisch nach fünf, statt nach zehn Tagen.

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