Mitarbeiter vom Abwasserzweckverband Heidelberg sind damit beschäftigt, durch etwa 2000 Sandsäcke im Bereich der Alten Brücke eine Überflutung der B37 am Nachmittag zu verhindern. Auf etwa 3,5 Meter soll der Pegel am steigen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/PR-Video | Rene Priebe)

Pegelstände steigen teilweise weiter

Dauerregen in BW sorgt für Behinderungen - Wetterdienst hebt Warnung auf

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Der Deutsche Wetterdienst hat seine Warnung vor Sturmböen und Dauerregen in Baden-Württemberg aufgehoben. Laut örtlichen Feuerwehren gab es keine größeren Überflutungen.

Andauernder Regen und das Tauwetter der vergangenen Tage lassen die Pegelstände der Flüsse in Baden-Württemberg steigen und sorgten am Dienstagabend vereinzelt für Verkehrsbehinderungen und Unfälle. Der Deutsche Wetterdienst hob inzwischen seine Warnung vor Sturmböen und ergiebigem Dauerregen in Baden-Württemberg auf.

Der Regen in der Rhein-Neckar-Region sorgt währenddessen weiter für steigende Fluss-Pegelstände. In Heidelberg werden an der B 37 unter der Alten Brücke Sandsäcke am Neckarufer aufgestapelt. Damit soll eine mögliche Sperrung der Straße im Berufsverkehr am Nachmittag abgewendet werden. Ein Sprecher der Stadt sagte, der Pegel des Neckars in Heidelberg werde am Mittwoch voraussichtlich noch etwas steigen. Er sei dann an der Grenze zum Überschwappen.

Erdrutsch im Rhein-Neckar-Kreis

Auf der L 536 zwischen Schriesheim und Wilhelmsfeld (Rhein-Neckar-Kreis) kam es bereits am Dienstagabend zu einem Erdrutsch. Die Straße wurde in beide Richtungen gesperrt. Feuerwehr, Polizei und Straßenmeisterei sind im Einsatz. Nach Polizeiangaben wurde niemand verletzt.

Im Neckar-Odenwald-Kreis liefen am Dienstagnachmittag erste Keller voll - außerdem stürzten Bäume um und es gab örtliche Überflutungen. In Schefflenz drohte kurzzeitig ein Rückhaltebecken überzulaufen. In mehreren Gemeinden wurden Hochwasserschutzwände installiert. Nach Angaben der Hochwasser-Vorhersagezentrale soll der Pegel an der Elz in Mosbach ab dem Abend wieder fallen.

Dauerregen führt zu Straßensperrungen

Im Raum Pforzheim und im Enzkreis kam es wegen des Dauerregens zu Straßenüberflutungen. Verletzt wurde laut Polizei niemand. Auf der Bundesstraße 463 bei Pforzheim seien faustdicke Steine auf die Fahrbahn gefallen. Die Strecke musste für kurze Zeit halbseitig gesperrt werden.

Auf der Autobahn 8 bei Pforzheim geriet ein Autofahrer auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern. Laut Polizei entstand aber nur Blechschaden. Im Raum Karlsruhe mussten Teile der Albtalstrecke zwischen Marxzell und Waldbronn wegen kleinerer Überflutungen kurzzeitig gesperrt werden.

Hochwasser des Neckars in Heidelberg (Foto: SWR)
In Heidelberg (Rhein-Neckar-Kreis) sorgt der Neckar bereits für Hochwasser.

Eingeschränkte Schifffahrt auf Main

Wegen Hochwassers ist die Mainfähre in Wertheim-Mondfeld (Main-Tauber-Kreis) derzeit außer Betrieb. Wie die Stadt mitteilte, kann sie wegen des steigenden Wasserstandes seit Dienstag nicht mehr ins bayerische Stadtprozelten übersetzen.

Am Rhein-Pegel in Karlsruhe-Maxau wurde am Dienstagmittag ein Wasserstand von 5,58 Meter gemessen. Ab 6,20 Meter ist die Schifffahrt eingeschränkt; es darf nur noch langsam gefahren werden. Ab 7,50 Meter wird die Schifffahrt bei Karlsruhe gesperrt. Der Scheitelpunkt wird in der kommenden Nacht erwartet, der allerdings auch dort wohl keine schifffahrtsrelevante Marke knacken wird. Die Pegelstände von Murg und Pfinz sinken bereits wieder.

Keine kritische Situation erwartet

Experten der Karlsruher Hochwasservorhersagezentrale sehen die Lage trotz Dauerregens und Tauwetters am Dienstag relativ entspannt: "Wir erwarten keine kritische Situation". Der Regen werde weniger und es werde kälter.

Neuschnee im Schwarzwald erwartet

Für den Mittwochmorgen prognostizierte der Deutsche Wetterdienst (DWD) im Schwarzwald und im Allgäu ab 600 Metern Neuschnee und Schneeglätte. Vor allem im Süden könnte sich im Verlauf des Mittwochs die Sonne zeigen, es soll überall trocken sein.

In der Nacht zum Donnerstag wird wieder mit Schneeschauern gerechnet. Die Meteorologen warnen bei Tiefstwerten zwischen plus zwei und minus sechs Grad auch vor Glätte durch überfrierende Nässe oder Schnee. Der Dreikönigstag soll dann meist stark bewölkt sein, teils aber auch sonnig und meist niederschlagsfrei.

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Stillstehende Lifte im Schwarzwald

Ein trauriges Bild boten am Dienstag die Skihänge im Nordschwarzwald. So war in Unterstmatt mehr Braun als Weiß zu sehen. Selbst am Feldberg, dem mit 1.493 Metern höchsten Berg im Schwarzwald, standen die Lifte still - teils wegen Schneemangels, teils wegen Sturms auf den Höhen.

"Unsere große Hoffnung ist, dass es wieder schneit", sagte ein Sprecher des Liftverbunds Feldberg. Kälter muss es auch werden, damit Beschneiungsanlagen eingesetzt werden können: "Dafür sind Temperaturen unter null Grad nötig und eine niedrige Luftfeuchtigkeit." Zumindest am Sessellift Feldberg-Seebuck könnte nach seiner Einschätzung Skifahren bald wieder möglich sein.

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