Kinder sind auf einer Straße mit dem Fahrrad unterwegs zur Schule. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Ralf Hirschberger)

Folge von Corona

Weniger Grundschüler in Baden-Württemberg bei der Fahrradausbildung

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Wie verhalte ich mich als Radfahrer richtig im Straßenverkehr? Das lernen Kinder normalerweise in der Grundschule beim Fahrradunterricht. Wegen Corona gab es aber weniger Fahrradausbildungen.

Geschlossene Schule, Homeschooling und Lernen am eigenen Computer - für die Schülerinnen und Schüler war es in den vergangenen Monaten nicht leicht. Und weil es kaum Präsenzunterricht gab, fiel vielerorts in Baden-Württemberg auch die Fahrradausbildung aus.

Nach Angaben des Innenministeriums haben wegen der Corona-Pandemie deutlich weniger Grundschüler ihre Radfahrausbildung abgeschlossen als in den Vorjahren. 2020 nahmen rund 37.600 Schulkinder an der eigentlich verpflichtenden Schulveranstaltung teil, wie das Innenministerium der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mitteilte. Im Vergleich zum Jahr 2019, also vor der Pandemie, ist das ein Rückgang von mehr als 60 Prozent. Damals hatten 94.242 Grundschulkinder die Ausbildung absolviert.

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Fahrradunterricht: Nur Theorie aber keine Praxis

Normalerweise liegt die Quote der Viertklässler, die am Ende der Ausbildung den Fahrradpass erhalten, nach Angaben der Landesverkehrswacht bei fast 95 Prozent. Wegen der Schulschließungen konnte oft nur der theoretische Teil der Ausbildung vermittelt werden. Also zum Beispiel die Verkehrsregeln und welche Gefahren es im Straßenverkehr für Radfahrende gibt. Der praktische Teil, der von der Polizei in mobilen oder stationären Jugendverkehrsschulen vermittelt wird, fiel pandemiebedingt oft aus.

Bilanz Straßenunfälle in Baden-Württemberg

Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. 2020 starben laut Verkehrsunfallbilanz sechs Kinder bei Unfällen im Straßenverkehr in Baden-Württemberg. Davon waren zwei Radfahrer.

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