Zwei Borkenkäfer auf einer Baumrinde (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Andreas Arnold/dpa)

Rückgang der Schädlings-Population

Weniger Borkenkäfer: Situation in baden-württembergischen Wäldern entspannt sich etwas

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Borkenkäfer fressen sich ins Holz von Bäumen und schädigen die Wälder. Die gute Nachricht: Laut Forschern gibt es jetzt nicht mehr so viele der Schädlinge wie noch im Vorjahr.

Die Borkenkäfer-Situation in den Wäldern hat sich in diesem Jahr deutlich entspannt. Das geht aus Zahlen der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) hervor. "Die seit 2018 beobachtete Massenvermehrung des Schädlings ist erst einmal vorbei", so das Fazit der FVA. Die Forscher haben in den Wäldern in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg den Bestand an Borkenkäfern überwacht.

Trotz der vielen Niederschläge im Frühjahr hat sich der Wald noch nicht vom Trockenstress der vergangenen Jahre erholt. Im Frühsommer hatten Borkenkäfer im Schwarzwald schon viel Schaden angerichtet, wie im Juni dieser Bericht des SWR Fernsehens zeigte.

Warum geht die Population der Schädlinge zurück?

Der Hauptgrund für den Rückgang aus Sicht der Fachleute sei das Wetter in diesem Jahr. Wegen des späten Frühlingsanfangs sei es zu einem verzögerten Schwärmbeginn gekommen.

Der darauf folgende feuchte Sommer habe den Käfern dann schlechte Lebensbedingungen geboten. Gleichzeitig haben die regelmäßigen Regenfälle die Bäume widerstandsfähiger gemacht. Anders als in den Vorjahren konnten die Käfer sich laut den Experten so nur schlecht vermehren.

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Weniger Schadholz als im Vorjahr

Die Menge an Fichten, die wegen Borkenkäferbefalls gefällt werden mussten, sank in Baden-Württemberg um fast ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr. Im Nachbarland Rheinland-Pfalz und den dortigen Wäldern um immerhin 16 Prozent. In den kommenden Jahren soll die Situation jetzt erst mal entspannt bleiben, so die Fachleute.

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Entspannt bleibt es in den Wäldern allerdings nur, wenn nicht wieder Wetterextreme wie Sturm oder Trockenheit die Wälder schwächen, sagten die Experten dem SWR.

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