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Zum Welt-Fahrradtag am Donnerstag haben mehrere Radfahrverbände zu Aktionen in 28 deutschen Städten aufgerufen. Die meisten finden in Baden-Württemberg statt.

Auf den Hauptverkehrsstraßen in den Innenstädten malte der ADFC gemeinsam mit weiteren Verbänden sogenannte Pop-Up-Radwege auf, um zu zeigen, wie man schnell und ohne großen Umbau Platz zum Radfahren schaffen kann. Dabei wurde an mehrspurigen Straßen eine Spur vom Autoverkehr für den Radverkehr abgetrennt. 

Radstreifen (Foto: SWR)
So entsteht ein Pop-Up-Radweg (Archivbild)

Außerdem waren am Donnerstag mehrere Fahrrad-Demos geplant, unter anderem in Stuttgart, Freiburg, Karlsruhe, Pforzheim, Mannheim, Heidelberg, Esslingen und Nürtingen.

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Brücke in Stuttgart wird autofrei

In der Landeshauptstadt etwa machte die Initiative "Radentscheid Stuttgart" eine Brücke zur autofreien Zone. Es gehe darum, zu zeigen, wie die Brücke von Fußgängern und Radfahrern besser und mit weniger Konflikten genutzt werden könne und dass sie dem Autoverkehr zugleich nicht fehle, erklärte ein Sprecher. Blumentöpfe und Kreidemalereien sollten das Potenzial der Brücke jenseits des Autoverkehrs zeigen.

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Bundesweiter Aktionstag

Aufgerufen zu dem bundesweiten Aktionstag hatte das Bündnis "BundesRad". "Hierzulande ist es vollkommen normal, mit dem Auto unterwegs zu sein – dasselbe soll fürs Fahrrad gelten, damit immer mehr Menschen in Baden-Württemberg den Mut finden, umzusatteln", teilte Benedikt Glitz, Referent für Verkehr beim ADFC mit.

BW-Verkehrsminister Hermann unterstützt die Aktionen

Auch der Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) unterstützt die Aktionen. Das Fahrrad sei das Verkehrsmittel der Stunde, erklärte Hermann. Radfahren leiste nicht nur einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz, sondern fördere auch Gesundheit und Fitness der Bürger. Bis 2025 werde das Land Baden-Württemberg 490 Millionen Euro für den Ausbau von Rad- und Fußwegen bereitstellen.

Hermann betonte schon am Dienstag mit Blick auf den Weltfahrradtag, der Ausbau des Radverkehrs bilde einen Schwerpunkt im neuen Koalitionsvertrag. Der Verkehrsminister will den Radverkehrsanteil im Land bis 2030 im Vergleich zu 2017 auf 20 Prozent verdoppeln.

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