Ein PKW parkt auf einem Parkplatz eines Carsharing-Anbieters. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Hendrik Schmidt)

Mobil ohne eigenes Auto

Welche Trends gibt es beim Carsharing?

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Wer mobil sein möchte, sich aber kein Auto anschaffen will, kann auf verschiedene Carsharing-Angebote zurückgreifen. Der Trend geht zu flexiblen Nutzungsmöglichkeiten.

"Carsharing wird ein Stück weit privater", sagt SWR-Wirtschaftsredakteur Alexander Winkler. Als Beispiel nennt er das Stuttgarter Start-up "ViveLaCar". Dieser Anbieter habe einen Tarif, bei dem sich Nachbarn ein Auto gemeinsam mieten könnten. Der Vorteil: Bei diesem Carsharing-Vertrag bekomme man immer dasselbe, quasi eigene Auto. Wer in welchem Umfang die Kosten für die Nutzung bezahlen müsse, berechne die App.

Der Anbieter "Link & Co" hat ein etwas anderes Geschäftsmodell. Dort könnten Mitglieder ihr Auto an andere "Link & Co"-Nutzerinnen und -Nutzer weitervermieten. "Damit hat man beides gleichzeitig: ein eigenes Auto und Carsharing."

Ferngesteuerte Carsharing-Autos im Test

Carsharing werde auch flexibler, ergänzt der SWR-Wirtschaftsredakteur. "Es gibt immer mehr sogenannte Free-Floating-Fahrzeuge, die ich innerhalb einer Stadt abholen und auch wieder abstellen kann - egal wo." Diese Modelle hätten das klassische Carsharing mittlerweile deutlich überholt. Dabei müssen Autos immer an die Station zurückgebracht werden, wo man auch gestartet ist. Das Start-up "Vay" aus Berlin teste inzwischen sogar selbstfahrende und ferngesteuerte Carsharing-Autos, die die Kunden direkt vor der Haustür abholten.

Mehr Carsharing-Angebote auch auf dem Land

Auch in kleineren Städten und im ländlichen Raum wird das Carsharing-Angebot ausgebaut. Ein Konzept, das in immer mehr Regionen verfügbar sei, ist das "Dorf-Auto". Ein E-Auto stehe beispielsweise an einer zentral im Ort gelegenen Ladesäule. Die Bevölkerung könne es für Besorgungsfahrten im größeren Umkreis der Gemeinde nutzen. Ein solches Angebot gebe es beispielsweise schon im Alb-Donau-Kreis.

Carsharing gehört die Zukunft

Viele Städte und Gemeinden im Südwesten haben nach Einschätzung von SWR-Wirtschaftsredakteur Alexander Winkler den Nutzen von Carsharing erkannt. Es gebe immer mehr Bemühungen, das Angebot flächendeckend attraktiver zu machen. "So schaffen die Städte in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz immer mehr Parkplätze exklusiv für Carsharing-Autos." Parkraum für nur noch individuell genutzte Fahrzeuge falle damit weg.

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