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Die Flut geht, die Schäden bleiben - und werden immer sichtbarer. In die betroffenen Hochwassergebiete in Rheinland-Pfalz haben sich weitere Hilfskräfte aus Baden-Württemberg aufgemacht.

Vier Tage nach den verheerenden Unwettern in Rheinland-Pfalz schickt Baden-Württemberg weitere Hilfskräfte in die von den Wassermassen betroffenen Gebiete. Auf Bitte der zuständigen Stellen in Rheinland-Pfalz habe sich am Sonntag erneut die Mobile Einsatz-Führungsunterstützung Baden-Württemberg in den Kreis Ahrweiler begeben, so Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) in einer Mitteilung. Diese bestehe aus mehreren Einheiten der Berufsfeuerwehren Heilbronn, Pforzheim, Reutlingen und Stuttgart. Unterstützt werde diese durch Einheiten der Bergwacht Schwarzwald, die auch in schwierigem Gelände Aufklärungsmaßnahmen betreiben könne, so Strobl.

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Nahezu 700 Einsatzkräfte des Bevölkerungsschutzes, 200 Polizistinnen und Polizisten sowie rund 250 Personen des Technischen Hilfswerks aus Baden-Württemberg seien bereits im Einsatz in Rheinland-Pfalz.

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Rund 450 davon befinden sich laut Strobl derzeit auf der Rückkehr oder sind bereits an ihre Heimatorte zurückgekehrt.

Über den Einsatz zahlreicher Helferinnen und Helfer aus Baden-Württemberg haben wir am Samstag so berichtet:

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"Wir sind froh, ihnen mit den haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unseres Bevölkerungsschutzes und mit unserer Landespolizei aus Baden-Württemberg zur Seite stehen zu können", sagte Strobl angesichts der schlimmen Ereignisse der vergangenen Tage.

Die Gedanken seien bei den Menschen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Die Einsatzkräfte, die bereits in den vergangenen Tagen aufgebrochen waren, "leisten in einer äußerst katastrophalen Lage eine sehr wichtige Hilfe - dafür haben sie meinen höchsten Respekt, meine größte Hochachtung, unser aller Dank", sagte der CDU-Politiker.

Sonntagsfahrverbot für Hilfstransporte aufgehoben

Um Hilfstransporten die Fahrt ins Hochwasser-Katastrophengebiet zu ermöglichen, hat die baden-württembergische Landesregierung für solche Lieferungen das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen aufgehoben. Diese Regelung gelte für den gesamten 18. Juli und sei mit dem Innenministerium abgesprochen, so ein Sprecher des baden-württembergischen Verkehrsministeriums in Stuttgart am Sonntag.

Derzeit seien viele Hilfstransporte auf dem Weg in die Hochwassergebiete in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, diese dürften "selbstverständlich" auch am Sonntag fahren, sagte der Sprecher. "Ob das auch an den kommenden Sonntagen nötig sein wird, muss man noch sehen."

In der Region wird indes weiter nach Toten und Verletzten gesucht, so dass sich die Opferzahl noch weiter erhöhen könnte. Strom- und Telefonleitungen sind teils unterbrochen. Bei der schwersten Hochwasserkatastrophe in Deutschland seit Jahrzehnten wurden viele Häuser zerstört. Brücken, Straßen und Bahnstrecken liegen in Trümmern.

Alle aktuellen Informationen zur Lage in Rheinland-Pfalz können Sie jederzeit im Live-Blog nachlesen:

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