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In einem gemeinsamen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) fordern die Agrarminister aus Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wegen der Corona-Krise eine spätere Umsetzung der neuen Düngeverordnung. Es brauche "größtmögliche Flexibilität" der EU-Kommission auf diese Ausnahmesituation. "Die landwirtschaftliche Produktion ist ein systemrelevanter Bereich der europäischen Infrastruktur und viele Betriebe sind durch die Pandemie stark betroffen", heißt es in dem Schreiben. "Die Landwirte sollten die Vorgaben der neuen Düngeverordnung erst ab 2021 anwenden müssen. Damit bekämen sie in diesen Krisenzeiten ausreichend Zeit für die notwendigen betrieblichen Anpassungen", sagte Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in München. Kaniber schließt sich damit einer Forderung der deutschen Landwirte an. Sie betonte, dass sie bei der Bundesratssitzung am Freitag einen entsprechenden Antrag stellen werde und "eine breite Unterstützung des Antrags durch andere Bundesländer" erwarte.

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