verdi Warnstreik Weinsberg November 2021 (Foto: SWR, Simon Bendel)

Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Gehalt

Öffentlicher Dienst: Streikbereitschaft in BW sehr hoch

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Die Gewerkschaft ver.di setzt am Dienstag ihre Warnstreiks im öffentlichen Dienst fort. Ein Schwerpunkt liegt an den Zentren für Psychiatrie (ZfP) in Baden-Württemberg.

Rund 1.300 Beschäftigte im öffentlichen Dienst haben sich laut ver.di an den Warnstreiks beteiligt. Sie sollen nach Angaben der Gewerkschaft den ganzen Tag dauern. Allein am Psychiatrischen Zentrum Nordbaden in Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis) haben rund 350 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt. Auch an weiteren Zentren für Psychiatrie in Baden-Württemberg wird gestreikt - unter anderem in Weinsberg (Kreis Heilbronn), Winnenden (Rems-Murr-Kreis) und Reichenau (Kreis Konstanz).

Die Beschäftigten der psychiatrischen Klinik in Calw-Hirsau (Kreis Calw) sind von der Gewerkschaft zu einem zweitägigen Ausstand aufgerufen. Laut ver.di bleiben dort mindestens drei Stationen geschlossen, die Streikbereitschaft sei sehr hoch. Eine Notversorgung der Patienten sei an allen bestreikten psychiatrischen Zentren sichergestellt.

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Auch Hochschulen und Theater betroffen

Die Gewerkschaft hat auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an zahlreichen Hochschulen im Land zum Warnstreik aufgerufen. Betroffen sind beispielsweise die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) in Konstanz und die Hochschule Heilbronn. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) soll es am Mittwoch Arbeitsniederlegungen geben.

Am Badischen Staatstheater in Karlsruhe setzen die Beschäftigten ihren am Montag begonnenen Warnstreik fort. 

Gewerkschaft fordert mehr Gehalt

ver.di fordert fünf Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder - mindestens 150 Euro monatlich. Für Pflegekräfte soll es mindestens 300 Euro mehr im Monat geben.

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte dies als unrealistisch zurückgewiesen. Das Auftreten der TdL bezeichnete ver.di-Gewerkschaftssekretär Arne Gailing im SWR als "respektlos". Man müsse "jetzt ganz deutlich machen, dass die Beschäftigten hinter der Forderung von ver.di stehen."

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