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Die Menschen in Baden-Württemberg müssen sich ab dieser Woche auf Warnstreiks im öffentlichen Dienst einstellen. Dort arbeiten unter anderem Erzieherinnen, Busfahrer und Altenpflegerinnen.

Wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Sonntag mitteilte, werde man ab Montag zu ersten Warnstreiks aufrufen und diese rechtzeitig vorher bekanntgeben. "Die Arbeitgeber wollten diese Tarifrunde unbedingt mitten in diesem schweren Corona-Herbst austragen. Weil sie glauben, dass sich die Beschäftigten nicht trauen werden, jetzt für ihre Interessen einzutreten", sagte Landesbezirksleiter Martin Gross. Deshalb werde man ihnen ab Montag mit jedem Tag deutlicher signalisieren, dass sie den Ernst der Lage verkennen.

Viele Bereiche vom Warnstreik betroffen

Im öffentlichen Dienst arbeiten unter anderem Erzieherinnen, Busfahrer, Angestellte von Bädern, Feuerwehrleute, Krankenschwestern, Verwaltungsangestellte, Altenpflegerinnen, Klärwerksmitarbeiter oder Förster. Die Gewerkschaften fordern 4,8 Prozent mehr Lohn. Den Beschäftigten sollen mindestens 150 Euro mehr pro Monat zugesichert werden bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.

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