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Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Sparda-Bank in Baden-Württemberg für Dienstag zu einem Warnstreik aufgerufen. Deshalb werden die meisten der insgesamt 36 Filialen wohl geschlossen bleiben, erwartet die Gewerkschaft. In Stuttgart ist am Morgen auch eine Kundgebung vor der Sparda-Hauptverwaltung am Hauptbahnhof geplant. Der Verdi-Landesfachbereichsleiter Finanzdienstleistungen, Frank Hawel, begründet die Aktion damit, dass die Bank im vergangenen Jahr trotz Corona deutliche Gewinne gemacht habe, ihren Beschäftigten bei den aktuellen Tarifverhandlungen bislang allerdings nur eine "Nullrunde" anbiete. Dies sei "keine Wertschätzung für die geleistete Arbeit", so Hawel. In Baden-Württemberg sind rund 700 Beschäftige von den Tarifverhandlungen betroffen, bundesweit etwa 5.800. Die genossenschaftlich organisierten Geldinstitute der Sparda-Banken verhandeln getrennt von öffentlichen und privaten Banken. Verdi fordert unter anderem 3,5 Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigen, mindestens aber 120 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeberseite hat bislang kein Angebot vorgelegt. Sie fordert von den Beschäftigten einen Verzicht auf Gehaltsanhebungen für mindestens zwei Jahre und schließt Kündigungen in dieser Zeit nicht aus.

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