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Die BASF hat am Mittwoch am Standort Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz damit begonnen, erste Mitarbeitende zu impfen. Unternehmen in Baden-Württemberg müssen dagegen noch warten.

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Bundesweit rüsten sich Firmen für das Impfen von Mitarbeitenden. Begonnen hat damit auch der Chemiekonzern BASF - als eines der ersten Unternehmen in Deutschland. Möglich macht das ein Modellprojekt des Landes Rheinland-Pfalz.

Im größten Chemiewerk der Welt am Standort Ludwigshafen wurde dafür ein eigenes Impfzentrum errichtet. Am Mittwoch sollten 300 Beschäftigte den ersten Pieks bekommen.

Ludwigshafen

Start mit 300 Impfungen BASF impft Mitarbeiter gegen Corona

Als erstes Unternehmen in Deutschland impft die BASF von heute an alle Mitarbeiter gegen Corona - in einem Impfzentrum auf dem Werksgelände. Am Mittwoch werden 300 Beschäftigte geimpft.  mehr...

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In Baden-Württemberg brauchen Firmen noch Geduld

In Baden-Württemberg gibt es schon länger Kritik von Unternehmen, die bereits ein Impfkonzept haben, ihre Belegschaft aber trotzdem noch nicht impfen dürfen. Ein Sprecher des Landessozialministeriums ließ die Firmen jetzt wissen, man habe ihre Bitte auf dem Schirm. Alles stehe und falle aber mit der Menge an Impfstoff.

Es gibt noch zu wenig Impfstoff

Im Moment haben noch die über 80- und über 70- Jährigen im Land Vorrang. Solange noch nicht alle aus diesen Altersgruppen einen Schutz vor Corona bekommen hätten, könne man nicht ganze Belegschaften impfen, so der Ministeriumssprecher in Stuttgart. Der Stoff, der an einer Stelle weggenommen werde, fehle eben an anderer Stelle. Diese Woche hatte das Ministerium zudem bekannt gegeben, dass ab Montag die über 60-Jährigen im Land einen Impftermin vereinbaren können.

Im nächsten Schritt der Impfkampagne sollten Betriebsärzte aber eingebunden werden. Wann das soweit sein soll, steht wohl noch nicht fest.

Thema beim Impfgipfel am Freitag

Vielleicht bringt der sogenannte Impfgipfel am Freitag mehr Klarheit. Dort soll auch das Impfen in Unternehmen Thema sein. Bei dem Treffen geht es vor allem darum, wie es generell weiter geht, sobald in Baden-Württemberg mehr Impfstoff zur Verfügung steht.

Landesgesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) hat dazu unter anderem Vertreter von Verbänden zu einer Videokonferenz eingeladen. Ziel sei, die Corona-Impfkampagne voranzutreiben, hieß es im Vorfeld.

Welche Unternehmen im Land stehen in den Startlöchern?

Neben der BASF wollen auch andere Unternehmen in der Metropolregion Rhein-Neckar ihren Mitarbeitern Covid-Impfungen auf dem Betriebsgelände anbieten. Das hat eine SWR-Umfrage ergeben.

Bei Heidelberger Druckmaschinen etwa laufen die Vorbereitungen für betriebsinterne Impfungen. Darüber habe man bereits mit dem Arbeitgeberverband gesprochen, hieß es. Auch der Walldorfer Softwarekonzern SAP, die Mannheimer MVV Energie AG, Heidelberg Cement und die Südzucker AG in Mannheim planen Impfangebote für ihre Mitarbeiter, sobald dies rechtlich möglich ist.

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