Einsatzkräfte der Feuerwehr löschen einen Waldbrand (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Ralf Hettler)

Waldbrandgefahr

Feuerwehr im Kreis Lörrach: Ausrüstung zur Waldbrandbekämpfung im Ausland zusammengekauft

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Christian Rönspies

Wenig Regen, große Hitze – Experten sehen Deutschland inzwischen als "Waldbrandland". Die Feuerwehr in Maulburg im Kreis Lörrach arbeitet seit zehn Jahren daran, besser auf die wachsende Waldbrandgefahr vorbereitet zu sein.

Im Gespräch mit SWR Aktuell erklärt Kommandant Dietmar Fink, wie seine Feuerwehr sich umstrukturiert hat und welche Herausforderungen sich bei Waldbränden ergeben.

Veränderungen in den Bereichen Taktik und Ausrüstung

Gerade im Südschwarzwald gibt es viel hügeliges, bergiges Gelände, wo man mit Fahrzeugen schlecht hinkommt. Deshalb kommt es nicht nur darauf an, das richtige Werkzeug zu haben, es muss auch entsprechend leicht sein, "dass man es im Gelände noch gut auf dem Rücken tragen kann und die Hände frei hat.“

Die normale Schutzkleidung ist beim Waldbrand auch nicht hilfreich, weil sie eigentlich für die Innenbrandbekämpfung ausgelegt ist “Die ist mehrlagig, da hält man es nicht lange drin aus, bei den aktuellen Temperaturen schon gar nicht", erklärt Fink. Deshalb hat die Feuerwehr im Kreis Lörrach inzwischen eine Tagesdienstkleidung, die besteht aus einer, maximal zwei Lagen, "erfüllt aber das Mindestmaß, dass wir vor Hitze und Stichflammen geschützt sind", so Fink.

Tipps und Ausrüstung aus Spanien und Frankreich

Die Feuerwehren in Südeuropa haben schon länger Erfahrung mit Waldbränden, deshalb hat sich Feuerwehr-Kommandant Fink dort nicht nur über die Taktik bei der Waldbrandbekämpfung informiert: "Wir haben unsere Ausrüstung überwiegend in Spanien und Frankreich zusammengekauft, weil es auf dem deutschen Markt noch wenig gab. Das hat sich mittlerweile geändert."

Um weiterhin immer auf dem neuesten Stand zu sein, ist die Feuerwehr im Kreis Lörrach auch permanent in Kontakt mit dem Deutschen Feuerwehrverband, dem Verein zur Förderung des Brandschutzes und dem Verein "@fire", der bundesweit aktiv ist und "auf diese Gefahren schon seit Jahren aufmerksam macht und auch Handreichungen für die Feuerwehren herausgegeben hat, an denen wir uns orientiert haben und nach wie vor orientieren", betont Feuerwehr-Kommandant.

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Christian Rönspies