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Im baden-württembergischen Weinanbau liegen immer mehr Rebflächen brach. Der Weinbauverband Württemberg geht davon aus, dass diese Entwicklung in den kommenden Jahren zunimmt. Nach Angaben der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg (Landkreis Heilbronn) wurde im Jahr 2020 rund 94 Hektar Rebfläche in Baden-Württemberg gerodet. Allein im Anbaugebiet in Baden erfasste das Staatliche Weinbauinstitut Freiburg im vergangenen Jahr fast 2.000 Hektar Brachfläche. Viel davon wurde früher gerodet, als es landwirtschaftlich notwendig gewesen wäre. Dem gegenüber standen 15.830 Hektar genutzte Rebfläche. Dass Rebflächen brachliegen, hat nach Angaben des Weinbauverbandes Württemberg verschiedene Gründe. So nutzten einige Weinbauern zwei, drei Jahre zur Regeneration des Bodens, erklärte Geschäftsführer Hermann Morast. Dass sei allerdings die Ausnahme, weil sich eine nicht genutzte Fläche ökonomisch nicht lohne. Erst wenn der Aufwand für den Weinbau noch höher sei, gebe es wirtschaftliche Gründe für das Brachliegen. Das sei immer öfter bei Steillagen der Fall, sagte Morast der Deutschen Presse-Agentur. Hier und da mangele es auch an Nachfolgern für ein Weingut oder Pächter der Rebfläche.

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