Die Energiepreise kennen derzeit nur eine Richtung: nach oben (Foto: SWR, SWR)

Bundesnetzagentur soll Ausschreibung starten

Energiepreise: BW-Minister Hauk fordert unabhängiges Vergleichsportal für Strom und Gas

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Aufgrund steigender Energiepreise wird der Vergleich von Tarifen verschiedener Anbieter wichtiger. Helfen soll Verbrauchern laut BW-Landesregierung ein unabhängiges Vergleichsportal.

Baden-Württembergs Verbraucherschutzminister Peter Hauk (CDU) hat erneut die Einrichtung eines unabhängigen Vergleichsportals für Strom- und Gastarife gefordert. Neutrale Vergleichsportale seien die wichtigste Hilfe für Verbraucherinnen und Verbraucher, um einen Überblick über Preise und Konditionen zu bekommen, sagte Hauk nach der Konferenz der Verbraucherschutzministerinnen und -minister der Länder in Weimar (Thüringen) am Freitag (17. Juni). Dies hatte der Minister bereits im Januar gefordert, also noch bevor der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine die Energiepreise in die Höhe hat schnellen lassen.

Hauk: Energievergleichsportale arbeiten provisionsorientiert

Allein beim Strom gebe es in Deutschland rund 1.000 Energieversorger und 10.000 verschiedene Tarife, so Verbraucherschutzminister Hauk. Allerdings seien die Marktführer bei den Energievergleichsportalen nicht unabhängig und stünden mit ihren "provisionsorientierten Geschäftsmodellen" in der Kritik. Er verwies auf eine Untersuchung des Bundeskartellamts, wonach die Vergleichsportale nicht immer neutral seien und deshalb Handlungsbedarf bestehe.

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Bundesnetzagentur soll Vergleichsportal auf den Weg bringen

Bisher ist noch kein Vertrauenskennzeichen für ein Vergleichsportal vergeben worden. Hauk fordert die Bundesnetzagentur auf, tätig zu werden und nach den neuen Vorgaben im Energiewirtschaftsgesetz ein unabhängiges Vergleichsinstrument auf den Weg zu bringen.

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