Baden-Württemberg

Verbände fordern verbindliche Grundschulempfehlung

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Der Philologen- und Realschullehrverband hat die Wiedereinführung der verbindlichen Grundschulempfehlung gefordert. Ihr liege eine pädagogische Gesamtwürdigung zu Grunde, teilten die beiden Verbände am Freitag in Stuttgart mit. Sie berücksichtige die bisherige Lern- und Leistungsentwicklung, das Lern- und Arbeitsverhalten sowie Lernpotenziale der Kinder. "Aus Verbindlichkeit ist Beliebigkeit geworden, die allen Schularten gleichermaßen zusetzt." Diese Beliebigkeit der Schulwahl habe zu einer deutlichen Verschlechterung der Verhältnisse an den Schulen und zu enormen Belastungen der Kinder und Eltern sowie der Lehrkräfte an den weiterführenden Schularten geführt, kritisierten die Verbände. Die Kritik der Verbände bezieht sich auf die Empfehlung der Grundschule, welche weiterführende Schulart für ein Kind nach der vierten Klasse geeignet ist. Die grün-rote Vorgängerregierung hatte entschieden, dass die Lehrer-Empfehlung seit 2012/2013 nicht mehr verbindlich ist. Die Eltern können sich über sie hinwegsetzen und ihr Kind etwa auf ein Gymnasium schicken, obwohl es dafür keine Empfehlung hat.

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