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Nach der Vergewaltigung eines 14-jährigen Mädchens vor anderthalb Jahren in Illerkirchberg (Alb-Donau-Kreis) hat das Landgericht Ulm am Montag die Urteile gesprochen. Vier der fünf angeklagten jungen Männer müssen ins Gefängnis.

Landgericht Ulm tagt Corona-bedingt in Ulmer Messhalle  (Foto: SWR, Timo Staudacher)
Das Landgericht Ulm tagte Corona-bedingt in einer der Ulmer Messehallen. Dort wurde am Montag das Urteil im Vergewaltigungsprozess von Illerkirchberg gesprochen. Timo Staudacher

Die Jugendlichen und jungen Männer waren angeklagt, das Mädchen Ende Oktober 2019 unter Drogen gesetzt und vergewaltigt zu haben.

Jüngste Täter hat Chance auf Täter-Opfer-Ausgleich

Zwei der Täter erhielten Haftstrafen von zwei Jahren und drei Monaten, zwei weitere zwei Jahre und zwei Monate. Der jüngste Täter soll eine Chance auf einen Täter-Opfer-Ausgleich erhalten. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Männer im Alter von 15 bis 26 Jahren das Mädchen in der Halloween-Nacht 2019 mehrfach vergewaltigt hatten. Sie hatten die 14-Jährige, die bereits angetrunken war, zuvor in Ulm angesprochen und sie dann in eine rund zehn Kilometer entfernte Asylbewerberunterkunft in Illerkirchberg mitgenommen. Dort verabreichten die Täter dem Mädchen Betäubungsmittel.

Zuvor Einigung auf Strafrahmen

Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten sich zuletzt auf einen Strafrahmen geeinigt, um den Prozess schneller zu beenden und dem Opfer weitere Aussagen zu ersparen.

Ulm

Prozess am Ulmer Landgericht Vergewaltigung von 14-Jähriger in Illerkirchberg: Urteile verschoben

Im Prozess um die mutmaßliche Vergewaltigung einer 14-Jährigen in Illerkirchberg (Alb-Donau-Kreis) will das Ulmer Landgericht am Montag (15.2.) die Urteile fällen. Zuvor halten Staatsanwaltschaft und Verteidigung ihre Plädoyers.  mehr...

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