Wolf im Gehege (Foto: SWR, SWR - Zuber)

Diskussion um Wölfe in Baden-Württemberg Untersteller: Wolf als "Problemtier" überbewertet

Ist Baden-Württemberg ein "Wolfsland"? Folgt man der Debatte, könnte man das glauben. Aber bislang ist nur ein einzelner Wolf im Land bekannt. Deshalb sei der Wolf nicht wirklich ein Problemtier, meint Umweltminister Untersteller.

Der derzeit einzige Wolf in Baden-Württemberg werde als "Problemtier" überbewertet, sagte Umweltminister Franz Untersteller (Grüne). In anderen Teilen Deutschlands seien die Tiere eher ein Problem: "In den östlichen Bundesländern gibt es dagegen mehr als ein Dutzend Rudel, da ist das durchaus ein relevantes Thema."

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Es sei davon auszugehen, dass es nicht bei dem einen Wolf bleibe, sagte der Grünen-Politiker. Unklar sei lediglich, wann ein zweiter oder dritter Wolf ins Land komme. Die Frage nach einem Rudel entscheide sich dann je nachdem, ob nur Männchen oder auch Weibchen ins Land kämen. Dennoch sei es wichtig, das Auftreten des Wolfes zu verfolgen, Herden zu schützen und Halter zu unterstützen.

 Wolf sorgte für Schlagzeilen

Der einzige in Baden-Württemberg sesshafte Wolf wurde im Nordschwarzwald nachgewiesen. Vor einem Jahr machte der Rüde mit dem offiziellen Kürzel "GW 852m" Schlagzeilen, weil er für den Tod von mehr als 40 Schafen bei Bad Wildbad (Kreis Calw) verantwortlich war.

Die ersten Nachweise von Wölfen im Land stammen aus dem Jahr 2015, nachdem rund 150 Jahre lang keines dieser Raubtiere in Baden-Württemberg gesehen worden war.

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