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Schlaglöcher, abgeplatzter Asphalt, kaputte Straßen - das ärgert die Menschen in Baden-Württemberg im Verkehr besonders. In einer Umfrage gaben das zwei Drittel der Befragten an.

Die Befragten finden, Baden-Württemberg sollte mehr Geld in den Zustand der Straßen stecken. Knapp die Hälfte hält kaputte Straßen außerdem für das größte verkehrspolitische Problem. Gut zwei Drittel der Baden-Württemberger wollen deshalb aber nicht das Auto zu Hause stehen lassen. Ein Fünftel der Menschen sagen, Bus und Bahn seien eine ernsthafte Alternative zum Auto.

Hermann: Baden-Württemberg investiert bereits mehr in Straßen als früher

Als Reaktion auf die Umfrage sagte Verkehrsminister Winfried Hermann von den Grünen im SWR: "Wir geben heute 180 Millionen im Jahr für Erhalt und Sanierung von Landesstraßen aus. Vor zehn Jahren waren es noch 80 Millionen, und auch der Bund hat seine Anstrengungen bei der Sanierung von Bundesfernstraßen erheblich verbessert. (…) Gleichwohl, wenn man jahrzehntelang nicht saniert, dann gibt’s halt auch ziemlich viel zu tun." Hermann wies außerdem darauf hin, dass für den Zustand der Straßen in Städten und Gemeinden die Kommunen zuständig seien: "Und dann muss man die fragen, warum sie nicht in ihre Infrastruktur investieren."

Umfragen des Ministeriums: Zu wenig Geld für ÖPNV

Hermann verwies außerdem auf Umfragen im Auftrag des Verkehrsministeriums, die kämen zu dem Ergebnis: "Es wird zu viel in Straßen investiert und zu wenig in öffentlichen Verkehr." In ÖPNV, Radverkehr oder Fußverkehr sollten laut diesen Umfragen mehr investiert werden als in den Straßenverkehr. "Die allermeisten Menschen erwarten von der Politik, dass wir eine klimafreundliche Verkehrspolitik machen", so Hermann.

Viele Baden-Württemberger für allgemeines Tempolimit

Thema der Umfrage unter den Baden-Württembergern war allerdings nicht nur der Zustand der Straßen, sondern auch ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen. Das kann sich knapp die Hälfte der Befragten vorstellen, ein Drittel ist absolut dagegen. Die Befragten sollten außerdem Ihre Meinung zum Bahn-Projekt Stuttgart 21 äußern. Hier sind sie auch zehn Jahre nach Baubeginn weiterhin gespalten. 40 Prozent lehnen Stuttgart 21 ab - 27 Prozent der Befragten halten den Bau des Untergrundbahnhofs für richtig. Die Umfrage haben 78 baden-württembergische Zeitungen beim Institut Allensbach in Auftrag gegeben.

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