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Der Optik- und Elektronikkonzern Zeiss ist am Mittwochabend mit dem Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten ausgezeichnet worden. Zu den Preisträgern gehören auch Entwickler aus Oberkochen (Ostalbkreis).

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Bundespräsident Steinmeier verlieh die mit 250.000 Euro dotierte Auszeichnung in Berlin an Entwickler von Zeiss in Oberkochen, von Trumpf in Ditzingen (Kreis Ludwigsburg) sowie dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF (Jena). Alle haben laut Jury die Fertigungstechnik für leistungsfähige Mikrochips entscheidend vorangebracht.

Zukunftspreis löst Stolz und Freude aus

Der Preis hat sowohl in der Region Ostwürttenberg als auch im Land Freude und Stolz ausgelöst. "Wir sind sehr stolz auf das Team, das hinter der außerordentlichen Entwicklungsleistung der EUV-Technologie steht", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Zeiss-Gruppe, Karl Lamprecht. Große Feiern im Unternehmen seien aber coronabedingt nicht möglich, sagte eine Firmensprecherin.

Der Zukunftspreis für Zeiss sei großartig für die ganze Region, heißt es von der Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg (IHK). Die neue Technologie zur Herstellung von Mikrochips habe bereits zu zahlreichen neuen Arbeitsplätzen geführt, und davon profitierten regionale Zulieferbetriebe. Am Donnerstagvormittag hat auch die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) dem Oberkochener Konzern gratuliert.

Bundespräsident Steinmeier (li.) ehrt bei der Online-Verleihung des Deutschen Zukunftspreises 2020 das Gewinnerteam Michael Kösters, Peter Kürz und Sergiy Yulin (v.l.n.r.) (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa)
Bundespräsident Steinmeier (li.) ehrt bei der Online-Verleihung des Deutschen Zukunftspreises 2020 das Gewinnerteam Michael Kösters, Peter Kürz und Sergiy Yulin (v.l.n.r.) für die Entwicklung der EUV-Lithographie. picture alliance/Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Mikrochips werden in aktuellen Smartphones verbaut

Die Beteiligten haben nach Ansicht der Jury einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der EUV-Lithografie geleistet, mit der sich mikroelektronische Bauteile mit äußerst feinen Strukturen fertigen ließen. Diese werden in den neuesten Smartphones verwendet. Zeiss ist mit seinen strategischen Partnern der einzige Hersteller, der das spezielle Verfahren beherrscht, das eine extreme Genauigkeit verlangt.

Mit der EUV-Technik haben Zeiss und Trumpf im letzten Jahr eine Milliarde Euro Umsatz erzielt. Bei der Fertigung wird ein bestimmtes ultraviolettes (EUV-)Licht eingesetzt. Die Firmen wollen das Preisgeld für gemeinnützige Zwecke spenden.

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