Fahrzeug verkeilt sich in Regionalbahn

Schranke in Neu-Ulm ignoriert: Kleintransporter stößt mit Zug zusammen

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In Neu-Ulm hat ein Zug einen Kleintransporter komplett zerstört. Laut Polizei hatte der Fahrer des Transporters in der Nacht auf Sonntag eine geschlossene Schranke ignoriert.

An dem Bahnübergang ist nur eine sogenannte "Halbseitenbeschrankung" angebracht. Der 33-jährige Fahrer des Kleintransporters umfuhr die geschlossene Schranke. Zeitgleich fuhr eine Regionalbahn heran und krachte frontal in den Kleintransporter.

Fahrer des Kleintransporters wird aus dem Fahrzeug geschleudert

Eine Regionalbahn zerstört an einem Bahnübergang in Neu-Ulm einen Kleintransporter. Der Fahrer hat offenbar die geschlossene Halbschranke.  (Foto: Thomas Heckmann )
Eine Regionalbahn zerstört an einem Bahnübergang in Neu-Ulm einen Kleintransporter. Thomas Heckmann

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der 33-Jährige aus seinem Fahrzeug geschleudert. Der Transporter verkeilte sich in der Regionalbahn und wurde einige hundert Meter mitgeschleift. Der Fahrer wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Staatsanwaltschaft ordnet Blutuntersuchung an

Eine Blutuntersuchung soll nun klären, ob der Mann betrunken war. Die Lokführerin und die rund 40 Fahrgäste im Zug blieben unverletzt. Sie wurden nach kurzer Wartezeit mit einem Bus der Feuerwehr zu den Bahnhöfen nach Neu-Ulm und Ulm gebracht werden. Von dort aus konnten sie ihre Reise fortsetzen.

Auch am Sonntag gab es noch Störungen im Bahnverkehr auf der Strecke Ulm-Kempten. Den Schaden schätzt die Polizei auf mindestens 100.000 Euro.

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SWR