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Seit 15 Monaten sitzt der Familienzirkus Alaska wegen Corona in Schwäbisch Gmünd fest. Jetzt hätte er wieder auftreten dürfen. Doch ein Starkregen zerstörte das Zelt für die Tiere.

400 Zuschauer sitzen normalerweise in dem kleinen Zirkuszelt. Jetzt sind die Tiere hier untergebracht. Ein Unwetter hatte nämlich das Tierzelt schwer beschädigt, verwenden kann man es nicht mehr.

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An Auftreten ist nicht zu denken, sagt Inhaber Alois Frank. Er ist verzweifelt: Seit 15 Monaten keine Einnahmen. Die Kassen sind leer, zeitweise wurde sogar das Tierfutter knapp.

Gmünder Stadtverwaltung hatte dem Zirkus Auftritte wieder erlaubt

Beinahe hätte der Zirkus Alaska wieder auf Tournee gehen können. Die Inzidenzen in Schwäbisch Gmünd waren gesunken, die Stadtverwaltung hatte wieder Auftritte erlaubt. Die acht Zirkusleute hatten sich schon mächtig gefreut, sogar schon Plakate drucken lassen.

Durch den Starkregen ist der Traum zum zweiten Mal geplatzt. Das Tierzelt hat einen meterlangen Riss, der sich nicht mehr flicken lässt.

Das Tierzelt des Zirkusses hat durch einen Starkregen einen meterlangen Riss. (Foto: SWR)
Das ist kein Eingang, sondern ein meterlanger Riss im Unterkunftszelt für die Tiere.

"Das ist kein Eingang, den Sie hier sehen. Das ist einfach nur kaputtgerissen."

Damit nicht genug: Auch der Fuhrpark ist in einem desolaten Zustand: Nach 15 Monaten Stillstand sind die Reifen der Wagen und Laster porös, müssen dringend ausgetauscht werden. Durch den TÜV kommt er so jedenfalls nicht, ist Zirkusdirektor Alois Frank überzeugt. Die größte Baustelle sei aber das Zelt.

Zirkusdirektor bittet händeringend um Spenden

Ein Neues muss her. 20.000 Euro kostet es, 5.000 sind angezahlt, weitere 3.000 bis 4.000 Euro werden benötigt, sagt Alois Frank, damit der Hersteller ihnen das Zelt aushändigt. Der Zirkusdirektor ist dringend auf Spenden angewiesen, Unterstützer trommeln in sozialen Netzwerken.

Ist die Summe erstmal vorhanden und das neue Tierzelt da, kann der Zirkus Alaska innerhalb eines Monats aufbrechen.

Schwäbisch Gmünd

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