Ziegen auf einer Wiese (Foto: SWR, Solveig Naber)

Lichte Waldstrukturen schaffen

Naturschutz in Blaubeuren: Warum Ziegen die Waldflächen beim Geißenklösterle beweiden

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Laut Forstbezirk Ulmer Alb sollen die Vierbeiner zwei Wochen lang die Waldflächen beim Geißenklösterle pflegen. Dadurch sollen lichte Waldstrukturen entstehen, so die Behörde.

Hintergrund der Aktion sei es, dass die Flächen im Staatswald in Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis) einen hohen ökologischen Wert aufweisen, da sie für viele stark gefährdete Arten einen Rückzugsort bieten, heißt es. Bisher wurde der Bereich mit Motorsägen und Freischneidern gepflegt.

Die Waldflächen beim Geißenklösterle in Blaubeuren im Alb-Donau-Kreis werden künftig durch Ziegen beweidet.  (Foto: Pressestelle, Forst BW, Daniel Nägele)
Die Waldflächen beim Geißenklösterle in Blaubeuren im Alb-Donau-Kreis werden künftig durch Ziegen beweidet. Pressestelle Forst BW, Daniel Nägele

Ziegen statt Einsatz von Motorsägen

Die Aufgabe der Pflege freier Waldflächen übernehmen jetzt künftig die Ziegen: Sie sollen Gräser und kleinere Gehölze zurückdrängen. Je nachdem, wie schnell diese wachsen oder erneut anfallen, ist ein weiterer Durchgang mit den Ziegen im Herbst geplant, so der Forstbezirk Ulmer Alb.

Das sogenannte Geißenklösterle hat auch historische Bedeutung - der Name der Fläche deutet daraufhin, dass dort schon früher Ziegen weideten. Laut der Stadt Blaubeuren sollen Hirten dem Ort den Namen gegeben haben. Es liegt im Achtal bei Blaubeuren-Weiler, rund 60 Meter über dem Tal.

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