STAND
AUTOR/IN

Die Universität Ulm ist jetzt einer von bundesweit sieben Standorten des neuen Deutschen Zentrums für Kinder- und Jugendgesundheit, DZKJ. Das hat Bundesforschungsministerin Anja Karliczek am Mittwoch mitgeteilt.

Wie entwickelt sich bei Kindern und Jugendlichen das Hormonsystem, der Stoffwechsel, das Immunsystem oder die psychische Gesundheit? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt des Ulmer Forschungskonzepts. Häufig werden nach Darstellung der Universität besondere Aspekte bei der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen noch zu wenig berücksichtigt. Das betreffe auch Diagnostik- und Therapieverfahren.

Kinder- und Jugendklinik der Universität Ulm (Foto: Pressestelle, Uniklinikum Ulm)
Die Kinder- und Jugendklinik der Universität Ulm am Michelsberg. Pressestelle Uniklinikum Ulm

Grundlagenforschung ist Aufgabe des Zentrums

Ziel des Zentrums ist, den Gesundheitszustand und das Wohlbefinden Heranwachsender zu verbessern. Dabei geht es um Grundlagenforschung, klinische Studien und Präventionsprogramme. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Ulmer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, der Medizinischen Fakultät sowie Uni-Forschende aus Psychologie, Naturwissenschaften und Informatik wollen dafür ihr Wissen bündeln, heißt es.

Ulm ist einziger Standort des Zentrums in Baden-Württemberg

Ein detailliertes Forschungsprogramm soll bis Jahresende zusammen mit den anderen Standorten erstellt werden. An dem Konzept würden auch Eltern beteiligt, so die Universität Ulm. In Baden-Württemberg ist Ulm der einzige Standort des Zentrums. Professor Klaus-Michael Debatin, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, wertete dies als "großen Erfolg". Ulm hatte sich als Standort für das Zentrum beworben.

Zentrum wird mit 30 Millionen Euro pro Jahr gefördert

Das neue Deutsche Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Insbesondere in den Bereichen Diabetes-, Krebs- oder Lungenforschung wird eine enge Zusammenarbeit angestrebt. Darüber hinaus soll eine gemeinsame Forschungsplattform zwischen DZKJ und dem Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit entstehen, an dem ebenfalls Ulmer Forschende beteiligt sind. Die Gesamtfördersumme der sieben Standorte beläuft sich voraussichtlich auf bis zu 30 Millionen Euro pro Jahr.

STAND
AUTOR/IN