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Am zentralen Impfzentrum Ulm steigt seit Dienstag die Zahl der Corona-Impfungen mit Astrazenca an. Ab kommenden Montag dürfen alle über 60-Jährigen einen Termin vereinbaren.

Am Montag hatte es am Impfzentrum Ulm nur Anmeldungen für die Hälfte der 900 verfügbaren Astrazeneca-Impftermine gegegeben. Das liege möglicherweise an einer gewissen Verunsicherung hinsichtlich dieses Impfstoffes, hieß es in einer Mitteilung des Deutschen Roten Kreuzes Heidenheim-Ulm. Auch die Probleme bei der Hotline für die Terminbuchung seien bekannt. Es habe in den Callcentern unterschiedliche Informationsstände gegeben, so der organisatorische Leiter des Impfzentrums Ulm, Hagen Feucht. Das Problem sollte aber behoben sein, mittlerweile steige die Zahl der Astrazeneca-Impfungen.

Ab Montag Impfungen für alle über 60-Jährigen

Und ab nächster Woche könnten es deutlich mehr werden: Wie das Land am Dienstag bekannt gab, können sich ab kommenden Montag alle über 60-Jährigen für einen Impftermin anmelden. Bislang waren über 60-Jährige nur bei bestimmten Vorerkrankungen oder von Berufswegen impfberechtigt - diese Einschränkung fällt nun weg. Bei diesen Impfungen werde vor allem der Impfstoff Astrazeneca verwendet.

Über 70-Jährige sollten noch diese Woche Termine machen

Wegen der Neuerung ruft das baden-württembergische Sozialministerium jetzt alle über 70-Jährigen dazu auf, in den kommenden Tagen Impftermine zu buchen. Es sei ab Montag mit einem starken Andrang über die Internetseite und die Hotline zu rechnen.

Kein Astrazeneca-Impfstoff wird weggeworfen

Am Ulmer Impfzentrum wurde laut Hagen Feucht kein Impfstoff weggeworfen. Zum einen sei er lange lagerfähig und außerdem werde nur nach der Anzahl der Termine Impfstoff in den Spritzen aufgezogen. Es sei das Ziel, schnellstmöglich zu verimpfen. Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha sagte am Dienstag: "Der Impfstoff von Astrazeneca ist hoch wirksam und ungefährlich."

Fläschchen mit dem AstraZeneca-Präparat und daneben eine Injektionsspritze (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Stefan Sauer)
Die Imptermine mit AstraZeneca sind in Ulm nicht ausgebucht (Archivbild) picture alliance/dpa | Stefan Sauer

Mehr Impfstoff verfügbar

Wie das Impfzentrum Ulm mitteilte, hat sich die verfügbare Impfstoffmenge seit Ende vergangener Woche deutlich erhöht. Ab Dienstag sind täglich 2.400 Impftermine frei gegeben, 1.500 mit Biontech und 900 mit Astrazeneca. Zusammen mit den mobilen Impfteams können täglich nun rund 3.200 Frauen und Männer geimpft werden. Diese Kapazität könnte sich in den nächsten Tagen noch weiter erhöhen. Das DRK hofft, dass das Zentrum in absehbarer Zeit ausgelastet sein wird.

Bis vergangenen Montag sind im zentralen Impfzentrum in Ulm bislang insgesamt rund 103.000 Impfdosen gespritzt worden, zusätzlich rund 40.000 in Pflegeheimen. Mehr als 6.000 Impfdosen gingen an das Klinikpersonal.

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