Das Ulmer Münster mit Regenbogenfahne (Foto: SWR, Carola Kührig)

Pride March und Kundgebung

Queeres Leben: Demonstration für gerechtere Zukunft in Ulm

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Carola Kührig
Carola Kührig (Foto: SWR, SWR - Alexander Kluge)

Regionale und überregionale Gruppen treffen sich am Samstagnachmittag in Ulm zum "Pride March". Sie wollen für mehr Akzeptanz und gleiche Rechte von LSBTTIQ-Menschen demonstrieren.

Für den Pride March in Ulm wurden unter anderem Infostände auf dem Münsterplatz vor dem Stadthaus aufgestellt. (Foto: SWR, Carola Kührig)
Für den Pride March in Ulm wurden unter anderem Infostände auf dem Münsterplatz vor dem Stadthaus aufgestellt. Carola Kührig

Regenbogenfahnen und bunte Infostände auf dem Ulmer Münsterplatz zeigen - hier treffen sich am Samstagnachmittag Menschen verschiedener regionaler und überregionaler Gruppen: Mit dabei sind unter anderem der Verein Young & Queer Ulm, außerdem der Landesverband der queeren Jugendgruppen in Baden-Württemberg, Queer Future, und auch die AIDS- Hilfe Ulm sowie die Mobile Jugendarbeit haben Informationsstände aufgebaut.

Pride March: Demonstration durch die Ulmer Innenstadt

Es regnet, Musik und Trillerpfeifen sind zu hören. Laut Polizei sind zwischen 200 und 300 Menschen zum Demonstrationszug durch die Ulmer Innenstadt gekommen. Die Teilnehmenden demonstrieren für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung.

In der Pressemitteilung zu der Veranstaltung schreibt der Ulmer Verein Young & Queer, man wolle mit verschiedenen Lebensrealitäten und Blickwinkeln auf Missstände aufmerksam machen. Gleichzeitig solle Stolz, Lebensfreude und Empowerment (englisch für Ermächtigung, Selbstbefähigung - Anm. d. Red.) ausgedrückt werden.

Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität

Als queer bezeichnen sich nach Darstellung des Sozialministeriums Baden-Württemberg Menschen mit einer sexuellen und/oder geschlechtlichen Identität, die von der gesellschaftlichen Norm abweicht. So wird es im "Lexikon der kleinen Unterschiede" beschrieben,

Die Abkürzung LSBTTIQ steht laut Lexikon für lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell, transgender, intersexuell und queer. Sie mache die Vielfalt von sexuellen und geschlechtlichen Identitäten deutlich und schließt alle Menschen mit einer von der Heteronorm abweichenden Identität ein.

Beim Begriff der eigenen Geschlechtsidentität geht es nach Darstellung des Deutschen Instituts für Sozialwissenschaft, DISW, darum, dass manche Menschen sich nicht oder nur zum Teil dem Geschlecht zugehörig fühlen, mit dem sie geboren wurden. Sie beschreiben sich demnach oft als queer. Queer sei damit eine positive Selbstbezeichnung dieser Menschen.

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