Betriebsberechtigung liegt nicht mehr vor

RWE: Wiederbetrieb des Atomkraftwerks Gundremmingen keine Option

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Karl Spannenberger
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Rainer Schlenz
Rainer Schlenz (Foto: Spiesz-Design/Sabine Weinert-Spieß)

Auch wenn Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger es immer wieder fordert, ist die Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerkes Gundremmingen offenbar keine Option. Jetzt äußerte sich der Betreiber RWE.

Gundremmingen habe die Betriebsberechtigung verloren und befinde sich im "sicheren Rückbau", heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme von RWE.

Seit 2017 war nur noch Block C des Atomkraftwerks in Gundremmingen in Betrieb (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Stefan Puchner)
Seit 2017 war nur noch Block C des Atomkraftwerks in Gundremmingen in Betrieb (Archivbild) picture alliance/dpa | Stefan Puchner

Kritik an Diskussion über Wiederbetrieb auch von Landrat Hans Reichart

Auch Günzburgs Landrat Hans Reichart hält eine Wiederinbetriebnahme nicht für realistisch. Der Wirtschaftsminister führe eine "Phantomdiskussion, die uns aktuell nicht weiterbringt", kritisiert Reichart. Man brauche Lösungen für Dezember und Januar - und nicht erst in zwei Jahren. Dennoch hält es der CSU-Politiker für sinnvoll, die Laufzeiten bestehender Atomkraftwerke zu verlängern.

Atomkraftgegner Raimund Kamm: Zweifelhafte Rechtslage

Kritik an den Gedanken für einen Wiederbetrieb des AKW äußerte auch der langjährige Atomkraftgegner Raimund Kamm. Er nennt mehrere Gründe, warum ein Wiederbetrieb des AKW schwierig wäre. So fehle eine Sicherheitsprüfung, die vor der Abschaltung im vergangenen Jahr nicht mehr durchgeführt wurde. Darüber hinaus gebe es in Gundremmingen kein Notkühlsystem. Daher sei es zweifelhaft, ob das AKW überhaupt rechtlich wieder ans Netz gehen dürfe, so Kamm.

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