Oberstadion

Wende im Prozess um zwei getötete Kinder

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Der Prozess um den Tod zweier Kinder in Oberstadion im Alb-Donau-Kreis hat am Freitag offenbar eine überraschende Wende genommen. Das Gericht äußerte laut Medienberichten Zweifel an dem Motiv der angeklagten Mutter. "Es gibt Einiges, mit dem ich meine Probleme habe", zitiert die "Südwestpresse" den Vorsitzenden Richter. Anschließend soll er Zweifel daran geäußert haben, dass die Mutter ihre beiden Kinder aus Verzweiflung wegen der anstehenden Trennung von ihrem Mann getötet hat. Darüber hinaus stellte der Richter offenbar auch in Frage, dass die Frau sich anschließend selbst umbringen wollte. Das Gericht stützt sich dabei angeblich auf Auswertungen des Computers der Angeklagten und auf Briefe, die sie in U-Haft geschrieben haben soll. Die Angeklagte hatte gestanden, ihre beiden Kinder mit Helium und einer Tüte über den Kopf erstickt zu haben. Die Verhandlung wird kommende Woche fortgesetzt.

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