Vorweihnachtliche Stimmung auf dem Ulmer Weihnachtsmarkt auf dem Münsterplatz - trotz Regenwetters.  (Foto: SWR, Yannick Lipinski)

Strengere Regeln in BW

Ulmer Weihnachtsmarkt muss wohl doch schließen

STAND

Zunächst war von einem Aus schon am Donnerstag die Rede, nun wird am Samstag mit der Schließung der Weihnachtsmärkte in Baden-Württemberg gerechnet. Davon ist auch Ulm betroffen.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte am Dienstag bei einer Pressekonferenz weitere Maßnahmen im Kampf gegen die hohen Corona-Inzidenzen angekündigt. Dazu zählte auch die Schließung der Weihnachtsmärkte. Nachdem zunächst von einer Schließung am Donnerstag die Rede war, will das Land nun das Bund-Länder-Treffen abwarten und rechnet mit einer Schließung der Weihnachtsmärkte am Samstag.  

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So lange kann der Ulmer Weihnachtsmarkt also weiter geöffnet bleiben. "Die Beschicker freuen sich sicher," sagte der Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU), "und auch die, die gerne auf den Weihnachtsmarkt gehen, dass sie noch zwei Tage gewonnen haben."

Erst am Montag hatten die Verantwortlichen entschieden, den Markt trotz der 2G-Plus-Regel weiter zu betreiben, so lange dies die Landes- und Bundesvorgaben ermöglichen. Beschicker und Organisatoren in Ulm hatten sogar nach der ersten Weihnachtsmarktwoche eine verhalten positive Bilanz gezogen.

Die Kontrollen auf dem Ulmer Weihnachtsmarkt laufen laut den Organisatoren inzwischen gut. (Foto: SWR, Timo Staudacher)
Trotz 2G Plus muss der Weihnachtsmarkt in Ulm wohl ab Freitag schließen. Timo Staudacher

Weihnachtsmarktgäste und Beschicker sind enttäuscht

Die Nachricht, dass der Ulmer Weihnachtsmarkt voraussichtlich schließen muss, kam für viele Besucherinnen und Besucher nicht überraschend. Die Enttäuschung war aber zu spüren. "Wir haben es vermutet. Schade", sagt eine Frau und auch eine andere Besucherin sagt: "Es funktioniert doch mit dem 2G-Plus und es ist jetzt auch nicht so viel los, dass man da jetzt Panik haben müsste."

"Ich muss das erstmal verdauen."

Frust und Trauer ist auch bei den Beschickerinnen und Beschickern des Ulmer Weihnachtsmarktes zu spüren. Ein Beschicker ist zwar enttäuscht, erzählt aber, dass die bisherigen Umsätze eher nicht gut gewesen seien. "Mit diesem 2G-Plus sind jetzt auch wenig Leute gekommen."

Auf dem Ulmer Weihnachtsmarkt hatte die 2G-Plus-Regel teilweise zu längeren Wartezeiten am Eingang geführt. Die Verantwortlichen hatten jedoch gesagt, dass das strenge Kontrollsystem gut funktioniere. Auch das Feedback der Gäste sei bisher positiv gewesen.

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