In Ulm ist am Montagmorgen der Weihnachtsmarkt auf dem Münsterplatz eröffnet worden.  (Foto: SWR, Yannick Lipinski)

Corona-Folgen für Weihnachtsmärkte

Ulmer Weihnachtsmarkt läuft, Absagen in Schwäbisch Gmünd und Aalen

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Sabine Bauer

Die Corona-Pandemie wirbelt die Weihnachtsmarktpläne erneut gehörig durcheinander: Während in Ulm der Weihnachtsmarkt seit Montag läuft, wurde er in Schwäbisch Gmünd und Aalen abgesagt.

In Schwäbisch Gmünd war der Weihnachtsmarkt am Dienstagmittag nach Gesprächen der Stadt mit den Standbetreibern abgesagt worden. Laut einer Pressemitteilung kam es zu der Absage auch deshalb, weil durch die in Baden-Württemberg anstehende "2G-Plus-Regel" zu wenig Nachfrage zu erwarten sei. Der Weihnachtsmarkt in Schwäbisch Gmünd hätte am Donnerstag (25.11.) beginnen sollen.

Kurzfristige Weihnachtsmarkt-Absage in Aalen

Die Marktbeschicker in Aalen waren am Montagvormittag von der Absage überrascht worden. Der Weihnachtsmarkt wurde kurzfristig weitgehend abgesagt, dies betrifft in erster Linie die Essens- und Getränkestände. Die Markthäuschen seien beleuchtet, das Essen sei sprichwörtlich schon im Topf, so eine Sprecherin des Innenstadtvereins "Aalen City aktiv", der den Markt organisiert. Noch bis kurz nach 10 Uhr haben sich der Aalener Oberbürgermeister Frederick Brütting (SPD) und Landrat Joachim Bläse (CDU) beraten. Am Ende stand die Absage des Marktes. Grund sind die hohen Inzidenzzahlen im Ostalbkreis.

Nach der Absage des Aalener Weihnachtsmarkts kurz vor Eröffnung zeigten sich die Marktbeschicker enttäuscht und frustriert:

Oberbürgermeister Frederick Brütting und der Landrat Joachim Bläse hatten am Montagvormittag nach einer Beratung entschieden, dass die Ess-Stände wegen der hohen Inzidenzen im Ostalbkreis zunächst nicht öffnen dürfen.

City-Manager Skusa: Hoffnung für Aalener Weihnachtsmarkt

Der Aalener City-Manager Reinhard Skusa sagte dem SWR, die derzeitige Situation sei einfach zu kritisch, um so zu tun, als ob nichts wäre. Der kurz vor der Eröffnung abgesagte Aalener Weihnachtsmarkt könne später aber vielleicht doch noch öffnen.

"Wir lassen alles stehen, wir lassen den Weihnachtsmarkt beleuchtet und sobald die Zahlen wieder Entspannung anzeigen, würden wir nochmal starten"

Realistisch sei dies nicht vor den nächsten zwei Wochen, so Skusa: "Aber die Hoffnung stirbt zuletzt".

Menschen stehen bei der Einlasskontrollen für den Ulmer Weihnachtsmarkt an. Dort gilt derzeit die 2-G-Plus-Regel. (Foto: SWR, Sabine Bauer)
Bei den Einlasskontrollen zum Ulmer Weihnachtsmarkt wie hier am Mittwochmittag am Stadthaus bilden sich immer mal wieder längere Schlangen. Sabine Bauer

Ulmer Weihnachtsmarkt eröffnet - "2G-Plus-Regel"

In Ulm dagegen ist am Montagmorgen der Weihnachtsmarkt auf dem Münsterplatz eröffnet worden. Seit Mittwoch (24.11.) wird er mit der verschärften "2G-Plus-Regel" fortgesetzt. Das heißt, Zutritt haben nur noch nachweislich geimpfte oder genesene Personen, die bei den Zugangskontrollen an den vier Eingängen zugleich einen aktuellen negativen Corona-Schnelltest oder PCR-Test vorlegen können. Per App oder Formular müssen zudem Kontaktdaten hinterlegt werden.

Stadt Ulm: "Höchstmögliches Maß an Sicherheit" für Weihnachtsmarkt

Man wolle auf dem Münsterplatz ein höchstmögliches Maß an Sicherheit gewährleisten und gleichzeitig den Weihnachtsmarkt offenhalten, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit. Auf dem gesamten Weihnachtsmarktgelände gilt zudem die Maskenpflicht. Masken dürfen nur zum Essen oder Trinken abgenommen werden. Der Veranstalter weist zudem auf die 1,50 Meter-Abstandsregel hin.

Erste Besucherinnen und Besucher freuten sich über die vorweihnachtliche Stimmung auf dem Münsterplatz und gaben an, sich sicher zu fühlen.

Ulmer Weihnachtsmarkt: höchstens 4.500 Menschen gleichzeitig

Weihnachtsmarkt-Organisator Jürgen Eilts zeigte sich zufrieden mit dem Start, blickt aber dennoch mit Vorsicht auf die nächsten Tage: "So dynamisch wie die Gesamtsituation ist, muss man eigentlich jeden Tag mit allem rechnen, aber wir sind immer noch positiv optimistisch, dass wir hier in den nächsten Tagen unser Konzept unter die entsprechende Bewährungsprobe stellen können", sagte Eilts dem SWR. Unter 2G-Plus-Bedingungen sind auf Ulmer Weihnachtsmarkt 4.500 Besucherinnen und Besucher gleichzeitig erlaubt.

Weihnachtsmarkt in Heidenheim soll stattfinden

Die Stadt Heidenheim hält an ihrem geplanten Weihnachtsmarkt fest. Er soll trotz 2G-Plus-Regel vom 9. bis 12. Dezember mit knapp 30 Ständen stattfinden, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung dem SWR. Es gebe in der Umgebung genügend Teststationen, damit sich auch Geimpfte und Genesene vor einem Marktbesuch testen lassen könnten.

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