Weihnachtsmarkt in Stuttgart (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Marijan Murat)

Pandemie im Herbst und Winter

Wie sich Herbst- und Weihnachtsmärkte auf Corona einstellen

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Corona ist noch nicht vorbei. Aber viele Herbst- und Weihnachtsmärkte zwischen Ostwürttemberg und Oberschwaben wollen in diesem Jahr wieder eröffnen. Wie viel Pandemie wird da noch zu spüren sein?

Nach Laichingen (Alb-Donau-Kreis) lockt am Montag (18. Oktober) der Kirchweihmarkt. Hier gilt die Regel, die auch in Fußgängerzonen gilt: Maske tragen, wenn der 1,50 Meter-Abstand nicht eingehalten werden kann. Und davon geht das Ordnungsamt aus. Deshalb wurde beschlossen: Im Marktbereich ist Maskenpflicht. Um das zu kontrollieren, wird der Gemeindevollzugsdienst mobilisiert. Beim Essen und Trinken aber darf man die Maske abnehmen.

Gedränge auf dem Ulmer Weihnachtsmarkt (Foto: imago images, IMAGO / Westend61)
Gedränge ist auf dem Ulmer Weihnachtsmarkt so gut wie sicher IMAGO / Westend61

Jürgen Eilts von der Ulm-Messe GmbH organisiert den Ulmer Weihnachtsmarkt, der am 22. November starten soll. Eilts erwartet die aktualisierte Corona-Verordnung des Landes noch diese Woche. Erst dann kann er sagen, in welcher Form der Weihnachtsmarkt auf dem Münsterplatz stattfinden wird. Ihn zu entzerren und in die Gassen hinein zu verlegen, sei keine Option gewesen. Nicht nur wegen der - nach seinen Worten - einmaligen Kulisse des Ulmer Münsters.

Weihnachtsmarkt in Ulm: Standort bleibt der Münsterplatz

Denn mittwochs und samstags muss ja auch noch der normale Wochenmarkt stattfinden können. Schon dafür brauche man auch die Gassen ums Ulmer Münster herum. Außerdem benötigten die Weihnachtsmarktstände auch Wasser und Abwasseranschlüsse, die es außerhalb des Münsterplatzes gar nicht gibt.

Ulmer Weihnachtsmarkt (Foto: Ulmer Weihnachtsmarkt)
Stimmungsvoll, aber immer auch voller Menschen: Der Ulmer Weihnachtsmarkt Ulmer Weihnachtsmarkt

Doch wie der Weihnachtsmarkt in Pandemiezeiten am Ende auch aussehen wird: Das Wichtigste sei für viele Ulmerinnen und Ulmer, dass er wieder stattfindet - nach einem Jahr Corona-Pause.

"Wir haben einen sehr positiven Zuspruch von breiter Front, dass die Leute eigentlich froh sind und sich auf den Weihnachtsmarkt wieder freuen."

Kirchweihmarkt in Schwäbisch Gmünd mit Maskenpflicht

In Schwäbisch Gmünd beginnt ein viertägiger Kirchweihmarkt am Donnerstag, 14. Oktober. Ebenfalls mit Maske. Laut Ordnungsamtsleiter Gerd Nägele sind dieses Mal nur 80 statt 100 Stände zugelassen. Essen und Getränke gibt es lediglich zum Mitnehmen - Imbissstände dürfen keine Tische und Sitzgelegenheiten anbieten. Und das Kinderkarussell wird nicht aufgebaut.

Auch das Heidenheimer Herbst-Winter-Dorf wird ausgedünnt


Georg Löwenthal ist Schausteller und organisiert das Herbst-Winter-Dorf in Heidenheim, das am 21. Oktober startet. Auch dort soll es luftiger als sonst zugehen. Die Stände sind schon aufgebaut auf dem Eugen-Jaeckle-Platz, aber eben nicht mehr dicht an dicht, so Löwenthal.

3G- oder gar 2G-Corona-Regelung in Heidenheim?

Das Herbst-Winter-Dorf in Heidenheim stuft das Land Baden-Württemberg, genauso wie alle anstehenden Weihnachtsmärkte, als Stadt- und Volksfest ein. Wegen der zu erwartenden Enge gilt dort zusätzlich zur Maske die 3G-Regelung - falls die Zahlen weiter steigen, 2G.

Ihren 3G-Nachweis müssen die Besucherinnen und Besucher in Heidenheim an einem der Stände zeigen. Dann gibt es ein Bändchen ums Handgelenk.

Aalener Weihnachtsland: Bändchen statt Zaun?

Georg Löwenthal organisiert auch das Aalener Weihnachtsland. Es findet ab 25. November in der Fußgängerzone statt. Noch ist nicht klar, ob die Stadt den Markt eingezäunt haben will. So könnte der 3G-Status an den Eingängen kontrolliert werden.

Löwenthal hofft jedoch auf die Lösung mit den Bändchen fürs Handgelenk. Nicht nur, um langes Warten an den Eingängen zu verhindern. Ein Zaun kostet mehr Geld. Und Geld haben die Standbetreiber nach mehr als eineinhalb Jahren Pandemie nicht mehr viel, sagt Löwenthal.

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