Zug am Ulmer Bahnhof fährt trotz Warnstreik: Auf der Donaubahn und Brenzbahn sind durch den Warnstreik kaum Züge der SWEG ausgefallen. (Foto: SWR, Anja Müller)

Rund 50 Beschäftigte der SWEG wurden zum Streik aufgerufen

Bahnverkehr auf Brenzbahn und Donaubahn von Warnstreik kaum betroffen

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Auf der Donaubahn und der Brenzbahn sind am Montag kaum Züge der SWEG wegen des Warnstreiks ausgefallen. Die Streikbeteiligung war laut einer Gewerkschaftssprecherin gering.

Dem Aufruf der Gewerkschaft ver.di seien kaum Beschäftigte gefolgt. Das sagte die Ulmer Geschäftsführerin Maria Winkler dem SWR. Der Grund ist laut Winkler, dass die SWEG (Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH) viele Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter einsetzt, für die die Hürden für eine Streikbeteiligung hoch seien. In Ulm und Heidenheim seien rund die Hälfte der Beschäftigten Leiharbeiter.

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Die Gewerkschaft ver.di hatte zu dem Streik aufgerufen und eigentlich mit einer hohen Beteiligung des Zugpersonals und mit zahlreichen Fahrtausfällen auf den Bahnstrecken zwischen Munderkingen (Alb-Donau-Kreis), Ehingen und Ulm sowie zwischen Ulm, Heidenheim und Aalen gerechnet.

"Das Lohnangebot von bislang drei Prozent empfinden die Beschäftigten angesichts der Preissteigerung als blanken Hohn."

Warnstreiks in anderen Landesteilen erfolgreicher

Die ver.di-Bezirksgeschäftsführer aus dem Zollernalbkreis und dem Rheintal erklärten, dass sie mit dem Ergebnis des Warnstreiks zufrieden seien. Dort streikten am Montag rund 150 Beschäftigte für mehr Lohn. Im Kreis Lörrach haben laut Gewerkschaft rund 60 SWEG-Mitarbeiter ihre Arbeit niedergelegt. Neben den Zügen waren hier auch die Schulbusse vom Streik betroffen. Maria Winkler betonte, es sei das erste Mal gewesen, dass sich Ulm und Heidenheim am Streik beteiligten. Sie rechnet beim nächsten Mal mit einem besseren Ergebnis.

Tafel am Bahnhof Ulm mit Streikhinweis (Foto: SWR, Anja Müller)
Auf Donaubahn und Brenzbahn fielen am Montag wegen des Warnstreiks kaum Züge aus. Anja Müller

Verhandlungsrunde am Dienstag

Nach drei ergebnislosen Verhandlungsrunden für bundesweit rund 6.000 Beschäftigte, die unter den Eisenbahn-Tarifvertrag fallen, will ver.di den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Bei der Verhandlungsrunde am Dienstag in Fulda, fordert die Gewerkschaft erneut sieben Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeberseite bietet bislang drei Prozent.

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