Der Reisevortrag über Russland war im Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm geplant. (Foto: SWR, Christine Janke)

Redner will Schadenersatz

Stadt Neu-Ulm sagt Reisevortrag über Russland ab

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Die Stadt Neu-Ulm hat einen geplanten Reisevortrag über Russland im Edwin-Scharff-Haus abgesagt. Der Redner, ein ehemaliger Lehrer aus Blaustein (Alb-Donau-Kreis), wehrt sich.

Die Stadt Neu-Ulm hat einen für Freitag geplanten Reisevortrag über Russland im Edwin-Scharff-Haus abgesagt. Nach Angaben einer Sprecherin der Stadt Neu-Ulm würden alle Veranstaltungen in städtischen Räumen mit Kontext zur Ukraine und zu Russland auf Konfliktpotenzial überprüft.

Laut Zeitungsberichten sollte es in dem Vortrag "Russland - 50.000 Kilometer, sechs Monate" vor allem um Natur und Kultur des Landes gehen. Aus der Tagespolitik halte sich der Redner nach eigenen Angaben heraus, es sei bei der geopolitischen Situation Russland um Hintergründiges gegangen.

Stadt Neu-Ulm führt Sicherheitsbedenken als Grund an

Die Stadt Neu-Ulm führt laut einer Sprecherin Sicherheitsbedenken an. Eine Demonstration könne nicht ausgeschlossen werden. Der Blausteiner Redner habe inzwischen eine Forderung auf Schadensersatz wegen der entgangenen Eintrittsgelder eingereicht.

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SWR