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Vesperkirchen, wie wir sie bislang kennen, wird es dieses Jahr kaum geben. Wegen der Pandemie kommt es zu ersten Absagen. Aber es gibt Alternativen zum gemeinsamen Mittagessen, wie etwa in Ulm und Heidenheim.

Nach und nach entscheiden die Organisatoren der zwölf Vesperkirchen zwischen Biberach und Ellwangen über die Veranstaltungen unter Corona-Bedingungen. Als erste Vesperkirche musste Waldstetten im Ostalbkreis absagen. Unter aktuellen Hygieneregeln wäre die Durchführung nicht möglich, hieß es.

Ein Banner vor der Ulmer Pauluskirche (Foto: SWR, Michael Binder)
Vesperkirchen, wie wir sie bislang kennen - etwa in der Ulmer Pauluskirche, wird es dieses Jahr wohl kaum geben. (Archivbild) Michael Binder

Biberach laut einem Sprecher der evangelischen Kirche in Württemberg die Vesperkirche ebenfalls abgesagt, allerdings ohne weitere Begründung, hieß es. Die Landeskirche sammelt derzeit Informationen darüber, wo das Mittagessen-Angebot für bedürftige Menschen trotz der Corona-Pandemie stattfinden könnte - auch in veränderter Form.

Ulm und Heidenheim: Vespertüten statt Vesperkirche

In Ulm, wo jedes Jahr in vier Wochen insgesamt rund 13.000 Essen ausgegeben werden, gibt es Anfang 2021 eine Vespertüten-Aktion für Bedürftige. Damit verbunden sei ein Wort zum Tag und ein Hinweis auf ein Seelsorge-Telefon.

Heidenheim will im Januar und Februar ebenfalls Vespertüten ausgeben. In Bopfingen (Ostalbkreis) ist für Ende November eine "Vesperkirche light", also eine kleinere Version, angekündigt.

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