Ein Corona-Patient wird per Bus in eine andere Klinik verlegt (Foto: SWR)

Transport nach Stuttgart und Ulm

"Angespannte Lage": Covid-19-Patienten aus Heidelberg in andere Kliniken verlegt

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Das Uniklinikum Heidelberg hat damit begonnen, Intensivpatienten in andere Krankenhäuser des Landes zu verlegen. Die Maßnahme ist laut Klinik vorsorglich, die Lage sei aber "sehr angespannt".

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Wegen zu hoher Auslastung hat das Uniklinikum Heidelberg vier Covid-19-Patienten an Krankenhäuser in Stuttgart und Ulm verlegen lassen. Zwei Patienten sind ins Klinikum Stuttgart gebracht worden, jeweils ein Patient wurde ins Uniklinikum und ins Bundeswehrkrankenhaus in Ulm verlegt, wie eine Sprecherin der Uniklinik Heidelberg am Freitag mitteilte. Die Verlegung sei vorsorglich erfolgt, um auch weiterhin Intensivbetten der höchsten Versorgungsstufe, nicht nur für Covid-19-Patienten, anbieten zu können.

Das Uniklinikum Heidelberg hat nach eigenen Angaben innerhalb der letzten 24 Stunden insgesamt sechs Patienten verlegt. Für die Verlegung wurde ein Großraum-Intensivtransportwagen eingesetzt, da die Wetterlage den Transport per Hubschrauber nicht zuließ.

Zuletzt viele Corona-Patienten aufgenommen

Der Leiter der Covid-19-Koordinierungsstelle am Uniklinikum Heidelberg, Erik Popp, zeigte sich besorgt über die aktuelle Situation. Die Lage sei "sehr angespannt", in den vergangenen Tagen seien viele Corona-Patienten aufgenommen worden. "Wir haben Sorge, dass wir irgendwann unserem Gesamtversorgungsauftrag nicht mehr nachkommen können", so Popp. Die Aufnahme von Corona-Patienten dürfe kein Nachteil für andere Patienten bedeuten.

Die Verlegung erfolgte im Rahmen des Clusterkonzepts der Krankenhäuser in Baden-Württemberg. Das Land ist dabei in sechs Regionen unterteilt. Die Krankenhäuser stimmen sich über eine Leitstelle untereinander ab, um so eine ausgewogene Verteilung von Intensivpatienten zu ermöglichen.

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Landesregierung: "Von Triage noch weit entfernt"

Die Lage in den Universitätskliniken in Baden-Württemberg sei zwar angespannt, von einer sogenannten Triage sei man aber weit entfernt, teilte das baden-württembergische Sozialministerium am Freitagabend mit. Darin sei man sich bei einem Gespräch mit den Spitzen der Unikliniken einig gewesen. Es gelinge den Krankenhäusern nach wie vor gut, die Lage durch interne Umschichtungen sowie durch die Verlegung einzelner Patientinnen und Patienten zu beherrschen. Die angespannte Situation werde in den nächsten Tagen bestehen bleiben, da insbesondere die Personalengpässe die Kliniken belasten.

Laut Landesgesundheitsamt sind landesweit aktuell 2.145 von 2.447 einsatzfähigen Intensivbetten (87,65 Prozent) belegt.

Baden-Württemberg

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