Ein Handarbeitsladen in Bad Waldsee hat mehr als 30 Masken im Schaufenster ausgestellt. (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Faschingsformate mit strengen Auflagen

Wie die Fasnetaussichten 2022 rund um Ulm und Ehingen sind

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Unbeschwertes Faschingstreiben gibt es in diesem Jahr erneut nicht. Doch bei Fasnetvereinen bleibt bis zum Schluss die Hoffnung auf fröhliche Veranstaltungen.

Könnte das in diesem Jahr doch noch etwas mit der Fasnet werden? Die Landesregierung erlaubt inzwischen Veranstaltungen unter bestimmten Auflagen mit bis zu 6.000 Besuchern. Aber Auflagen wie FFP2-Maskenpflicht draußen oder eine maximale Auslastung von 50 Prozent drinnen klingen dann doch eher nach Spaßbremsen. 

Bei allen möglichen Erleichterungen wissen die Narren auch in Ulm: Fasnet feiern wie vor der Pandemie ist immer noch nicht möglich.  (Foto: SWR, Volker Wüst)
Bei allen möglichen Erleichterungen wissen die Narren auch in Ulm: Feiern wie vor der Pandemie ist immer noch nicht möglich. Volker Wüst

Laut Peter Kienle, Zunftmeister der Ehinger Narrenzunft Spritzenmuck Kügeleshausen, kenne sich bei permanent wechselnden Bestimmungen für Veranstaltugen "kein Mensch mehr aus".

"Was heute ist, hat nicht den Anspruch, dass es morgen noch gilt. Aber es ist nicht schlechter geworden. Das ist schon mal positiv."

Denn bei allen möglichen Erleichterungen wissen die Narren im Land: Feiern wie vor der Pandemie ist immer noch nicht möglich. Es gelte das Beste aus den gegebenen Möglichkeiten zu machen. Das versucht die Ehinger Narrenzunft, die den Kontakt zu Kindern in Schulen und Kindergärten nicht verlieren möchte, wie Kienle erklärt. Sein Verein möchte sich zeigen: mit den Narren, Umzugswagen und Laufgruppen.

"Die werden mal auftauchen und bevor es die meisten Leute merken, sind sie auch schon wieder weg. Neu-Deutsch heißt das Flashmob."

Was aber besonders schmerze seien die Ausfälle der beliebten vier Fasnetsbälle in Ehingen. Dennoch bleibe Fasnet ein "Feste der Begegnung".

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Auch 2022 keine Umzüge

Umzüge bleiben generell in diesem Jahr verboten. Das trifft auch das weithin bekannte Internationale Guggamusiktreffen in Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis). Damit die Fasnet trotzdem nach außen sichtbar bleibt, hat die Ulmer Narrenzunft laut ihrem Vorstand Gerhard Wies die Straßen geschmückt, damit der Verein so ein "bisschen Fasnet-Gefühl in die Stadt bringen kann". Mit Blick auf den traditionellen Ulmer Narrenbaum, der am ersten Februarwochenende gestellt wird, gibt sich Wies gegenüber dem SWR optimistisch.

Zudem will die Ulmer Narrenzunft laut Wies beraten, ob die Altweiberfasnacht am "Glompigen Donschdig" und der "Hemdglonker" am Freitag unter Umständen noch in der ein oder anderen Form realisiert werden könnten. Jürgen Hofstätter, Präsident der Karnevals-Gesellschaft Goldene 11 Ulm/Neu-Ulm, schmerzt besonders die Absage der liebgewonnenen Veranstaltung mit der Lebenshilfe. Die Regelungen wie Abstand, Mundschutz und geringe Raumauslastung ließen es nicht zu, "dass Spaß aufkommt."

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