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Ulms OB Czisch (CDU) und Landesverkehrsminister Hermann (Grüne) haben am Montag eine Absichtserklärung zur Regio-S-Bahn Donau-Iller unterzeichnet. Darin wurde das weitere Vorgehen vereinbart.

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Die Absichtserklärung - der sogenannte Letter of intent - benennt Eckpunkte zur Planung. Ab Ende des Jahres soll zu den Hauptverkehrszeiten morgens und nachmittags von Ulm nach Laupheim ein Halbstundentakt angeboten werden. Das wurde auch schon im Zusammenhang mit der Elektrifizierung der Südbahn bekannt. Über die Finanzierung müsse aber noch gesprochen werden, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). Es sei wichtig, dass sich auch die Regionen daran beteiligen.

Regionalbahn fährt in Ulmer Bahnhof ein (Foto: dpa Bildfunk, Archivbild/picture alliance / dpa | Felix Kästle)
Die Strecke Ulm-Laupheim wird als erste Verbindung einen Halbstundentakt bekommen Archivbild/picture alliance / dpa | Felix Kästle

Außer Ulm-Laupheim soll es noch weitere Verbesserungen geben. Auf der Strecke "Ulm-Blaubeuren (Donaubahn, R3) soll im Dezember 2022 der Halbstundentakt eingeführt werden, auch Langenau-Ulm steht im Fokus", sagte Hermann. Darüber hinaus soll es auf Donau-, Südbahn und Brenzbahn Angebote bis zum späten Abend und in der Nacht geben.

Grafik Karte der Regio-S-Bahn Donau-Iller (Foto: Pressestelle, Regio-S-Bahn Donau-Iller e.v.)
Grafik der geplanten länderübergreifenden Regio-S-Bahn Donau-Iller Pressestelle Regio-S-Bahn Donau-Iller e.v.

Weitere Verbesserungen im Nahverkehr

Das Land wolle die Regio-S-Bahn Donau-Iller und das so schnell wie möglich, betonte Herrmann. Dabei sei man sich auch mit dem Freistaat Bayern einig. Weitere Verbesserungen im Nahverkehr soll es geben, wenn Stuttgart 21 in ein paar Jahren fertig gestellt ist.

Der Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch sagte am Montag, es sei wichtig, dass das Land hinter dem Projekt stehe. "Daran hatte ich nie Zweifel, aber es ist gut, dass wir es aufgeschrieben haben. Auch für die Verhandlungen mit der bayerischen Seite", sagte Czisch, der auch Vorsitzender des Vereins Donau-Iller-Regio-S-Bahn ist.

Der Landrat des Alb-Donau-Kreises, Heiner Scheffold, erhofft sich mit einer Regio-S-Bahn eine bessere Verbindung von Erbach aus. Ein Letter of intent habe "Vorvertragscharakter".

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