Eine Spiegelreflexion mit Fluchtpunkt (Foto: SWR, Frank Polifke)

Absagewelle nach neuen Corona-Regeln

Viele Veranstaltungen in der Region wegen 2G-Plus-Regel abgesagt

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Nach der Einführung der 2G-Plus-Regel müssen die Kultureinrichtungen und Veranstalter in der Region umplanen. Nur wenige halten an ihren Veranstaltungen fest.

Zum Beispiel das Theater Ulm: Selbst, wenn nur noch Geimpfte oder Genesene Zutritt haben, und die sich auch noch testen lassen müssen, finden die Veranstaltungen am Theater Ulm statt, sagte eine Sprecherin. Natürlich auch mit Einschränkungen. Neben der Maskenpflicht während der Vorstellung wird auf 2G-Plus umgestellt und die Säle sind nur noch zu 50 Prozent ausgelastet. Ansonsten ändere sich, außer ein paar Kontrollen mehr, nicht viel, so das Theater Ulm.

Der Theaterneubau beleuchtet (Foto: Pressestelle, Theater Ulm)
Das Theater Ulm hält am Spielbetrieb fest - als eine der wenigen Spielstätten der Region Pressestelle Theater Ulm

2G Plus - Sicherheit steht an erster Stelle

Dass das Theater Ulm weiter nach Spielplan spielt, ist aber die Ausnahme. Bei vielen anderen hieß es: Absage, Absage, Absage. Zum Beispiel im Museum "explorhino" in Aalen. Dort wurden die Museumsnächte abgesagt. Grund dafür sind die hohen Inzidenz-Zahlen im Ostalbkreis, nicht die 2G-Plus-Regel, erklärt eine Sprecherin.

"Da können wir nicht guten Gewissens unsere Besucherinnen und Besucher zu uns einladen, deren Sicherheit bei uns nun mal an erster Stelle steht."

Weitere Absagen

Im Ulmer Kulturzentrum Roxy finden am Wochenende überhaupt keine Konzerte statt: Bei 2G-Plus dauern die Einlasskontrollen länger, hieß es. Außerdem habe man für eine Veranstaltung mehr als die jetzt erlaubten 50 Prozent der Plätze verkauft - also fällt sie ganz aus.

Das Roxy in einer alten Ulmer Fabrikhalle (Foto: Roxy)
Der Aufwand zur Umsetzung der neuen Corona-Regeln ist so groß, dass die Veranstaltungen im Ulmer Kulturzentrum Roxy für die kommenden Tage abgesagt wurden. Roxy

Im Kulturzentrum sieht man in der Praxis ohnehin noch ein paar Probleme bei der neuen Regelung:

"Die Leute müssen rechtzeitig kommen. Wenn alle auf die letzte Viertelstunde rein wollen, dann kommt man mit den ganzen Überprüfungen nicht hinterher."

Auch viele weitere Veranstalter wollen den Mehraufwand nicht leisten, darunter einige Dorftheater. Unter anderem ist in Hüttlingen "Der keusche Lebemann" abgesagt.

Wer also am Wochenende auf Nummer sicher gehen will, ob die geplante Veranstaltung auch wirklich stattfindet, der sollte sich am besten unmittelbar vorher beim Veranstalter informieren. Sicher ist da dieses Jahr wohl nichts mehr.

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