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Das war eine spektakuläre Flucht: Ein 28-jähriger war vor einem Jahr aus der geschlossenen Psychiatrie in Günzburg ausgebrochen und hat dabei eine Geisel genommen. Jetzt wird das Urteil erwartet.

Eingang Glastüre zum Landgericht Memmingen (Foto: SWR)
Ende eines vielbeachteten Prozesses am Landgericht Memmingen

Am heutigen Montag werde zunächst noch ein Zeuge gehört, so ein Gerichtssprecher. Anschließend folgen die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung, danach wird das Urteil verkündet.

Flucht und Geiselnahme

Vor gut einem Jahr war zwei Insassen die Flucht aus dem Bezirkskrankenhaus Günzburg gelungen. Nach vier Monaten konnte einer der Flüchtigen gefasst und vor Gericht gestellt werden. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, gemeinsam mit einem noch flüchtigen Komplizen Ende September 2019 bei seiner Flucht aus dem Bezirkskrankenhaus eine Geisel genommen zu haben.

Selbstgebaute Waffe eingesetzt

Der Angeklagte und sein Komplize hatten die Frau mit einem scharfen, offenbar selbst angefertigten Gegenstand bedroht und sie gezwungen, die Tür zu öffnen. Die Frau ließen sie dann unverletzt zurück.

Komplize weiter auf der Flucht

Zunächst fehlte von den beiden jede Spur, im Januar konnte der jetzt angeklagte Mann dann in Spanien gefasst werden. Sein Komplize ist weiter auf der Flucht, zur Zeit gibt es keine neuen Hinweise, wo sich der Mann aufhalten könnte. Beide Ausbrecher waren wegen räuberischen Diebstahls beziehungsweise schweren Bandendiebstahls auffällig geworden. Sie wurden wegen ihrer Suchterkrankung im Bezirkskrankenhaus in Günzburg (BKH) behandelt. Der Prozess hatte Anfang Oktober begonnen.

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