Schüler halten ein Transparent für den Frieden (Foto: SWR, Isabella Hafner)

Motto "Ulmer SchülerInnen bewegen (sich) - Gemeinsam für Frieden"

2.000 Ulmer Schülerinnen und Schüler marschieren für den Frieden

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Vom Ulmer Anna-Essinger-Gymnasium aus sind am Donnerstagvormittag rund 2.000 Schülerinnen und Schüler zu einem Friedensmarsch losgezogen. Ziel war der Ulmer Marktplatz.

Die Schülerinnen und Schüler vom Essinger-Gymnasium bekamen schnell Unterstützung: Unterwegs gesellten sich Klassen von insgesamt zehn weiteren Ulmer Schulen dazu. Unter anderem des Wiblinger Albert-Einstein-Gymnasiums, des Hildegardgymnasiums, des Geschwister-Scholl-Gymnasiums und des Kepler-Gymnasiums.

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"Die armen Soldaten - Viele sterben schon in jungen Jahren. Das ist echt nicht schön."

Die Schülerinnen und Schüler trugen zahlreiche selbst gemalte Transparente vor sich her, hatten extra Aufkleber und Anstecker gefertigt. Der elfjährige Gabriel vom Geschwister-Scholl-Gymnasium sagte, er fände die Bilder im Fernsehen über den Ukraine-Krieg schlimm. "Es ist sehr traurig, was die Soldaten da machen und ich wünsche mir, dass das bald aufhört." Sein Freund, der zehnjährige Kerem, ergänzte: "Ich find's echt cool, dass wir uns jetzt alle hier so versammelt haben, dass wir alle für die Ukraine stehen. Die armen Soldaten - Viele sterben schon in jungen Jahren. Das ist echt nicht schön."

Ein Mädchen hat sich einen Friedensaufkleber auf die Stirn geklebt. (Foto: SWR, Isabella Hafner)
Schülerinnen und Schüler des Ulmer Anna-Essinger-Gymnasiums haben extra für die Aktion Aufkleber gefertigt. Isabella Hafner

Der Friedensmarsch blockierte teilweise Straßen in der Ulmer Innenstadt

Der Friedenszug durch die Innenstadt, der von der Polizei eskortiert wurde, blockierte teilweise den Verkehr. Viele Schaulustige blieben interessiert stehen. Komplikationen gab es keine.

Mitten auf der Straße marschieren die Klassen für den Frieden durch Ulm. (Foto: SWR, Isabella Hafner)
Autos konnten vorübergehend nicht mehr fahren: Der Zug blockierte mit seinem Friedensmarsch einige Straßen in der Innenstadt. Isabella Hafner

Friedenmarsch in Ulm: Stürmischer Beifall für Reden auf dem Ulmer Marktplatz

Als die Schülerinnen und Schüler dann nach rund eineinhalb Stunden auf dem Ulmer Marktplatz ankamen, wurden sie von Oberbürgermeister Gunter Czisch empfangen. Er lobte das politische Engagement der Teilnehmenden. Mit ihrem Marsch setzten sie ein wichtiges Zeichen, vor allem auch gegen den derzeitigen Krieg in der Ukraine. Vor das Mikrofon traten danach auch einige Schüler und Schülerinnen verschiedener Jahrgangstufen. Für ihre Reden wurden sie immer wieder spontan aus dem Publikum angefeuert und ernteten stürmischen Beifall. Dazwischen gab es Musik und Tanzeinlagen.

Schülerinnen und Schüler tragen Transparente vor sich her. (Foto: SWR, Isabella Hafner)
Zahlreiche selbst gemachte Transparente trugen die Schülerinnen und Schüler während des Marsches vor sich her. Isabella Hafner

Friedensmarsch war eine Idee der Politik-AG des Anna-Essinger-Gymnasiums

Organisiert hatte den Friedensmarsch die Politik-AG des Anna-Essinger-Gymnasiums. Einer der Organisatoren, der 17-jährige Moritz Walcher, war "ganz überwältigt" von der Menge der Teilnehmenden. Er sprach nach ersten Schätzungen von "weit mehr als 1.000 Teilnehmenden". Eine Lehrerin ging dagegen sogar eher von 2.500 Schülerinnen und Schülern aus.

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