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Während der Coronakrise brechen vielen Kulturschaffenden die Aufträge weg. Eine Künstlerin aus Holzheim und ein Musiker aus Ulm gehen deshalb neue Wege: Sie haben ein Hörspiel über Ulm produziert.

Peter Laib und Gaby Fischer sind stolz auf Ihr Hörspiel "Der Ulm-Träumer". (Foto: privat/Matthias Kessler)
Peter Laib und Gaby Fischer sind stolz auf Ihr Hörspiel "Der Ulm-Träumer". privat/Matthias Kessler

Eigentlich arbeitet Gaby Fischer als Stadtführerin, Reisebegleiterin und Rednerin auf Hochzeiten oder Beerdigungen. Im Frühjahr - während des ersten Teil-Lockdowns - brachen auch bei ihr die Aufträge weg. Erst kam der Frust, dann die Idee, ein Hörspiel zu schreiben.

Entstanden ist "Der Ulm-Träumer", ein Hörspiel, bei dem Musik, Stadtgeschichte und Schwäbisches dabei sind. Es handelt vom achtjährigen Fips, der während der Coronakrise alleine und gelangweilt zu Hause sitzt. Die Schule ist zu, Freunde treffen darf er auch nicht. "Er träumt sich einfach weg und kommt dann in seinem Traum als kleiner Nachtwächter in Ulm in einem anderen Jahrhundert wieder an", erzählt die Autorin aus Holzheim (Kreis Neu-Ulm).

Der Ulmer Ex-OB als Löwe

Im Mittelpunkt des Hörspiels steht allerdings ein gestohlener Rosenkranz. Fips muss den Dieb ausfindig machen, aber nicht allein: Ein Löwe hilft ihm. Der hat in dem Hörspiel die Stimme von Ivo Gönner, einst Oberbürgermeister in Ulm.

"Diesem alten Löwen kann ich meine Stimme geben, denn ich bin ja auch schon etwas älter und reifer."

Außerdem hat der Ulmer Komponist Peter Laib die Musik geschrieben und die Produktion übernommen. Dafür hat er unter anderem Geräusche aus dem Ulmer Fischerviertel aufgenommen, beispielsweise das Geplätscher der Blau.

Am 1. Dezember soll das Hörspiel erscheinen, mit einer Erstauflage von 2.000 Stück. Es ist unter anderem im Ulmer Rathaus erhältlich.

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