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Die Stadt Ulm steht zu ihrem Kampagnenfilm, in dem unter anderem ein Neonazi dargestellt wird. Nach heftiger Kritik aus der Öffentlichkeit soll das Video aber nicht mehr eingesetzt werden.

Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch sowie Sibylle Thelen von der Landeszentrale für politische Bildung und der Leiter der Ulmer Volkshochschule, Dr. Christoph Hantel, bei einer Diskussion an Stehtischen (Foto: SWR, Martin Miecznik)
War von der Heftigkeit der Kritik am Kampagnenfilm überrascht: Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch (li.). Daneben Sibylle Thelen von der Landeszentrale für politische Bildung und der Leiter der Ulmer Volkshochschule, Dr. Christoph Hantel. Martin Miecznik

Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) sagte bei einer Podiumsdiskussion am Samstagabend in der Ulmer Volkshochschule, Zahl und Inhalt der Reaktionen auf den Film hätten ihn überrascht. In dem Werk, das für Vielfalt und Toleranz werben soll, wird auch ein Rechtsradikaler mit einem Symbol der Neonazis, der "schwarzen Sonne", dargestellt.

Eine Tätowierung mit einer schwarzen Sonne auf dem Nacken eines Mannes (Foto: Ulm - Deine Stadt auf YouTube)
Die "schwarze Sonne" ist zwar nicht verboten, zählt aber zu den Symbolen rechtsextremer Kreise Ulm - Deine Stadt auf YouTube

Daran, dass Neonazis als Teil der Ulmer Gesellschaft dargestellt werden, hatten sich heftige Reaktionen vor allem in den sozialen Medien entzündet. Vor der Podiumsdiskussion in der Volkshochschule habe die Stadt mehrere Monate verstreichen lassen, um die Emotionalität aus der Debatte zu nehmen, so Czisch.

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