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Er ist wohl der berühmteste aller Vampire - Graf Dracula. Ab Freitag erobert er im Musical die Bühne der Ulmer Wilhelmsburg. Das Theater Ulm startet in die Open-Air-Saison.

Die spannende Geschichte um den berühmten Vampir ist "großes Kino", schwärmt Kay Metzger, Intendant des Ulmer Theaters, vergangene Woche vor der ersten Hauptprobe auf der Ulmer Wilhelmsburg. Schließlich gehe es in der Geschichte um große Gefühle und eine Love-Story, die es in sich hat. Da seien zum einen der Gruselfaktor rund um den geheimnisvollen Graf Dracula, aber auch die Faszination für blutsaugende Nachtwesen, dem auch die Figuren erliegen.

Die Vorbereitungen für das Musical "Dracula" laufen auf Hochtouren. Am Freitag (11.6) ist Premiere auf der Ulmer Wilhelmsburg. (Foto: SWR, Katja Stolle-Kranz)
Die Vorbereitungen für das Musical "Dracula" laufen auf Hochtouren. Am Freitag (11.6) ist Premiere auf der Ulmer Wilhelmsburg. Katja Stolle-Kranz

Vor leibhaftigem Publikum spielen - darauf hat das Ensemble so lange gewartet. Schließlich sei der Applaus das "Brot" der Künstler und das abendliche Feedback "eine ganz wichtige Anerkennung". Dennoch sei der Saisonstart nach dem monatelangen Lockdown durchaus mit gemischten Gefühlen verbunden, denn alle haben nach wie vor großen Respekt vor dem Pandemie-Geschehen, so Metzger. Die Vorfreude überwiege natürlich trotzdem.

Ausgeklügeltes Hygiene-Konzept

Um Ensemble und Zuschauern die nötige Sicherheit zu geben, hat das Theater an einem ausgeklügelten Hygiene-Konzept gearbeitet. So werde die Burg nur mit einer Sitzplatzanordnung mit Abstand und einer Corona-Teststation auf dem Gelände "erobert", so der Intendant.

Derzeit seien im Rahmen des vom Sozialministerium kürzlich genehmigten Modellversuchs 770 Zuschauer*innen bei den Vorstellungsterminen bis einschließlich Anfang Juli auf der Wilhelmsburg zugelassen, heißt es von der Pressestelle des Theaters. Dadurch könne es dazu kommen, dass in der Platzverteilung in einigen wenigen Fällen der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht genau eingehalten werden kann. Es gelte weiterhin die Pflicht zum Nachweis eines tagesaktuellen negativen Testergebnis' eines Antigen-Tests oder PCR-Tests auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 oder der Nachweis über vollständigen Impfschutz oder einer Genesung sowie das Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Maske, auch während der Vorstellung.

Nähe zum Publikum

Regisseur Alex Balga probt mit dem Ensemble seit mehr als zwei Wochen direkt auf der Ulmer Wilhelmsburg: "Alle sind aufgeregt und gespannt aufs Publikum, da ist eine riesen Spielfreude". Balga will trotz des großen Darsteller-Aufgebots - mit zwei Chören, Solisten und Statisten - vor allem "Nähe zum Publikum schaffen und alle Register der Theaterkunst ziehen."

Dabei wird die Bühne auf mehreren Ebenen bespielt. "Da den Fokus richtig zu der Szene zu bringen, ist die größte Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Aber da arbeiten wir mit sehr alten Theatertricks, um Effekte zu erzielen", so Balga. Der Regisseur lässt die Geschichte um Graf Dracula aus den Bergen Transilvaniens im 19. Jahrhundert spielen, "aber mit dem Blick von heute auf die Dinge." Kunstblut soll dagegen wenig fließen. Vielmehr dürfen sich Romantik-Fans auf viel Herz-Schmerz um Mitternacht freuen.

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