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Nach dem Ausbau der A8 in Schwaben gibt es deutlich mehr schwere Unfälle. Seit Jahren werden deshalb Tempolimits gefordert. Nun soll es zusätzliche Anlagen für variable Geschwindigkeitsbeschränkungen geben.

Wie der Bundestagsabgeordnete Hansjörg Durz (CSU) mitteilte, werden nun auch zwischen Ulm und Augsburg sogenannte Verkehrsbeeinflussungsanlagen installiert. Diese Telematik-Anlagen ermöglichen es, dass den Fahrern Geschwindigkeitsbegrenzungen oder andere Streckenverbote je nach Verkehrslage angezeigt werden.

Solche Anlagen mit variablen Geschwindigkeitsbeschränkungen sollen auf der A8 zwischen Ulm und Augsburg installiert werden. (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Solche Anlagen mit variablen Geschwindigkeitsbeschränkungen sollen auf der A8 zwischen Ulm und Augsburg installiert werden. Picture Alliance

Doppelt soviele schwere Unfälle

Die A8 ist zwischen München und der Landesgrenze zu Baden-Württemberg seit 2015 auf 110 Kilometern durchgängig dreispurig ausgebaut. Frühere Geschwindigkeitslimits wurden nach dem Ausbau aufgehoben. Seitdem hat die Polizei auf dieser Strecke im Zehn-Jahres-Vergleich doppelt so viele Unfälle mit Verletzten oder Toten registriert.

Telematik-Anlagen für 40 Millionen Euro

Immer häufiger wurden deswegen Geschwindigkeitsbeschränkungen gefordert. Für die Strecke zwischen München und Augsburg war bereits festgelegt worden, in den kommenden Jahren für mehr als 40 Millionen Euro Telematik-Anlagen zu bauen. Im Rahmen eines Pilotprojekts zu wissenschaftlichen Zwecken würden nun auch auf der weiteren Strecke bis Ulm einfache Anlagen aufgestellt, berichtete Durz.

Anlagen bei Burgau und Adelsried

Um erste Erfahrungen zu sammeln, würden noch in diesem Jahr zwei Pilotanlagen bei Burgau (Kreis Günzburg) und Adelsried (Landkreis Augsburg) aufgestellt, sagte der aus dem Landkreis Augsburg stammende Abgeordnete.

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