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Pflegekräfte aus Ulm und Aalen haben sich am Mittwoch am "Tag der Pflege" beteiligt. Ihr Ziel: Öffentlich auf ihre Arbeitsbedingungen und die Personalnot in Pflegeberufen hinweisen.

Beschäftigte des Ostalbklinikums haben sich am Mittwochnachmittag vor dem Landratsamt versammelt. Etwa 70 Teilnehmende waren dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi gefolgt, um vor allem auf die Personalnot und die schlechten Arbeitsbedingungen in ihrem Beruf aufmerksam zu machen.

Gegen Personalnot und schlechte Arbeitsbedingungen: Plakat bei der Demo in Aalen am "Tag der Pflege". (Foto: SWR, Frank Polifke)
Gegen Personalnot und schlechte Arbeitsbedingungen: Plakat bei der Demo in Aalen am "Tag der Pflege". Frank Polifke

Banner in Ulm

In Ulm haben Beschäftigte des Uniklinikums Banner mit entsprechenden Botschaften gestaltet. Sie sind an 14 Stellen in der Stadt aufgehängt. Verdi beklagt, dass es den Pflegenotstand seit Jahren gebe und die Politik nur leere Versprechen mache.

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Auch Kirche will bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege

Auch die kirchlichen Wohlfahrtsverbände Diakonie und Caritas forderten zum internationalen Tag der Pflegenden bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter. Nur so könne man Fachkräfte gewinnen. Einer Prognose des Statistischen Landesamtes zufolge werde die Zahl der Pflegebedürftigen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2050 um 93 Prozent steigen. Um dies bewältigen zu können, würden bis dahin rund 141.000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt.

Über 200.000 Menschen in der Pflege tätig

Nach Angaben des Bundesagentur für Arbeit waren in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr 206.324 Menschen in der Alten- und Gesundheitspflege tätig, rund 80 Prozent davon Frauen. Für rund 2.750 Stellen im Land fand sich demnach kein qualifiziertes Personal.

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