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Der Ulmer Tafelladen im Lockdown-Modus: Es kommen weniger Kunden, es bleibt weniger Zeit für den Einkauf und das Schwätzchen zwischendurch fällt weg. Es ist anstregend, für Kunden wie Mitarbeiter.

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Der Tafelladen ist normalerweise nicht nur eine Möglichkeit, günstig einzukaufen. Er ist auch ein Ort, an dem Kunden soziale Kontakte knüpfen können. In Ulm ist das im Moment aber kaum möglich. Der Leiter des Tafelladens Alexander Weigold sagt, dass das Gespräch zwischendurch pandemiebedingt meist wegfällt. Und das Café und die Kleideroase, die Möglichkeit zum Kontakt bieten, sind derzeit geschlossen.

"Früher ging das eher, dass man sich auch mal hier im Durchgang unterhalten konnte, das ist jetzt eher begrenzt. Ich meine, die Leute können sich draußen unterhalten, halt nur nicht mehr so dicht. Das ist natürlich schade, aber es lässt sich leider nicht ganz vermeiden."

Alexander Weigold, Leiter Ulmer Tafelladen

Die Regale im Ulmer Tafelladen sind gut gefüllt. Über Hamsterkäufer wie im ersten Shutdown muss sich Alexander Weigold im Moment keine Sorgen machen. Begrenzt sind dagegen die Zeit und die Zahl der Kunden: Fünfzehn Minuten darf ein Einkauf dauern, acht Personen dürfen maximal im Laden sein.

Seit Beginn der Pandemie ist etwas weniger Kundschaft in den Tafelladen gekommen, außerdem waren es zum Teil andere Kunden als sonst.

"Wir haben nochmal andere Kunden dazugewonnen, während andere Kunden weggeblieben sind. Uns ist aufgefallen, dass grade ältere Kunden und auch Stammkunden zur Zeit lieber Zuhause bleiben. Dafür sind neue Kunden dazugekommen. Aber insgesamt sind weniger Kunden da."

Claudia Steinhauer, zuständig für die Tafelläden des DRK in der Region

Und auch das Team vor Ort ist kleiner geworden, um die Kontakte so gering wie möglich zu halten. Die Pandemie belastet die Kundschaft und das Team, so Alexander Weigold. Die Maskenpflicht und weniger Personal an manchen Tagen machen die Arbeit anstrengender.

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