Busfahrer in gelben Warnwesten und mit rot-weißen ver.di-Fahnen am Bussteig am Zentralen Omnibushalt in Heidenheim. Sie streiken für mehr Geld und ein besseres Angebot der Arbeitgeber in der vierten Verhandlungsrunde.

Tarifstreit im privaten Omnibusgewerbe

Warnstreik in Heidenheim: Busse fahren zwei Tage lang nicht

Stand

Wer in Heidenheim mit dem Bus fährt, muss sich am Donnerstag und Freitag nach Alternativen umschauen. Die Gewerkschaft hat die Fahrerinnen und Fahrer zum Warnstreik aufgerufen.

Die Stadtbusse in Heidenheim bleiben kurz vor Pfingsten für 48 Stunden in den Depots. Am Donnerstag und Freitag müssen Passagiere mit deutlichen Einschränkungen rechnen, kündigte die Gewerkschaft ver.di an.

Warnstreik im gesamten Stadtverkehr in Heidenheim

Der Warnstreik wirke sich auf den gesamten Stadtverkehr in Heidenheim aus. Das Fahrpersonal sei am Donnerstag mit Beginn der Frühschicht geschlossen in den Ausstand getreten, so Maria Winkler von der Gewerkschaft ver.di. Viele Busse würden ausfallen. Die Fahrerinnen und Fahrer versammelten sich am Zentralen Omnibusbahnhof, um Fahrgäste über ihren Ausstand zu informieren.

Am Freitag wollen laut Gewerkschaft mehr als 40 Busfahrerinnen und Busfahrer an einer zentralen Kundgebung in Stuttgart teilnehmen, zu der ver.di 1.000 Beschäftigte aus dem ganzen Land erwartet. Erst am Pfingstsamstag sollen die Busse wieder nach Plan fahren. Grund für den Warnstreik ist der Tarifstreit im privaten Omnibusgewerbe.

Arbeitgeber legten kein Angebot vor

Die Arbeitgeber hatten in der dritten Verhandlungsrunde kein neues Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaft ver.di fordert für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Erhöhung der monatlichen Entgelte um mindestens 500 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Insgesamt wird für rund 9.000 Beschäftigte in Baden-Württemberg, meist Busfahrerinnen und Busfahrer, verhandelt.

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