Die Staufersaga wird mit Hunderten von Beteiligten an vier Abenden in Schwäbisch Gmünd aufgeführt. (Foto: Stadt Schwäbisch Gmünd)

Spektakuläre Historienshow

750 Mitwirkende bei "Momente der Staufersaga" in Schwäbisch Gmünd

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INTERVIEW
Peter Köpple
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Rainer Schlenz
Rainer Schlenz (Foto: Spiesz-Design/Sabine Weinert-Spieß)

Es ist ein kulturelles Großereignis, das Mittwochabend in Schwäbisch Gmünd beginnt. Die Staufersaga wird mit Hunderten von Beteiligten an vier Abenden aufgeführt.

Vor zehn Jahren feierte die Stadt Schwäbisch Gmünd zum ersten Mal die "Staufersaga". Die Aufführung war schon immer mehr als ein spektakulärer Bilder-Ritt durch die Jahrhunderte und Generationen der staufischen Herrscherdynastie, schreibt dazu der Verein "Staufersaga e.V.". Es geht um Identifikation der heutigen Bürgerinnen und Bürger mit der Stadt und ihrer Geschichte.

Zum diesjährigen Jubiläum wird ein Freilicht-Theaterstück im Remspark aufgeführt, das die "Momente der Staufersaga" widerspiegelt. Zur Premiere haben wir mit dem Oberbürgermeister von Schwäbisch Gmünd, Richard Arnold (CDU), gesprochen.

Die Staufersaga wird mit Hunderten von Beteiligten an vier Abenden in Schwäbisch Gmünd aufgeführt. (Foto: Stadt Schwäbisch Gmünd)
Zum Jubiläum wird ein Freilicht-Theaterstück im Remspark aufgeführt, das die "Momente der Staufersaga" widerspiegelt. Stadt Schwäbisch Gmünd

SWR: Herr Arnold, was ist denn da auf der Bühne im Remspark zu erwarten?

Richard Arnold: Heute Abend wird es wieder eine Staufersaga geben, und das nach zwei Jahren der Pandemie. Wir freuen uns alle riesig darauf. Und auch dieses Mal sind es wieder Hunderte von Mitwirkenden hier, aus Schwäbisch Gmünd und drumherum. Wir sind insgesamt 550 auf der Bühne und nochmal 200 vor und hinter der Bühne. Denn es braucht ja auch Helferinnen und Helfer.

Das heißt, das sind 750 Einwohner, die da irgendwie beteiligt sind. Wie haben die sich in den letzten Wochen oder Monaten darauf vorbereitet?

Oh, das waren harte Tage. Weil wir an Wochenenden proben mussten. Wir mussten unter der Woche mit den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern überlegen, wie organisieren wir das Drumherum, zum Beispiel Verpflegung? Wo sind die Toiletten? Wie machen wir das mit dem Ticketverkauf? Weil das sind viele Menschen, an die gedacht werden muss.

Vor zehn Jahren hat die Stadt Schwäbisch Gmünd zum Stadtjubiläum die Staufersaga zum ersten Mal groß auf die Bühne gebracht. Wird dieses Event nun zu einem neuen Markenzeichen?

Ich glaube, es ist schon ein Markenzeichen geworden von Schwäbisch Gmünd als älterster Stauferstadt, dass wir unsere Geschichte und auch die Staufergeschichte mit vielen begeisterten Leuten spielen. Bei der Generalprobe kam solch eine Stimmung auf. Von Szene zu Szene ist die Begeisterung gewachsen. Und da hoffe ich jetzt, dass heute Abend auch der Funke auf das Publikum überspringt. Wir brauchen jetzt dieses Gemeinschaftsgefühl und auch das Gefühl, dass wir stolz sein können auf das, was wir gemeinsam geschafft haben.

Der Oberbürgermeister von Schwäbisch Gmünd, Richard Arnold (CDU) (Foto: Pressestelle, Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd)
Der Oberbürgermeister von Schwäbisch Gmünd, Richard Arnold (CDU), freut sich auf die "Momente der Staufersaga". Pressestelle Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd

Eine Geschichte, der Sie auch eine große Zukunft geben für die Stadt?

Ja, weil ich merke, dass die Staufersaga natürlich ein Forum ist, wo sich Alt und Jung, aber auch Neubürger, auch Geflüchtete und Menschen mit Handicap begegnen. Und das hat einen Riesenwert bei den 550 Akteuren. Auf der Bühne machen ungefähr 80 verschiedene Nationalitäten mit. Das macht diese Staufersaga auch aus, diese Vielfalt und diese Farbigkeit.

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