Wasser sparen und neue Pflanzen

Wie der Langenauer Stadtgärtner mit der Trockenheit umgeht

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Die Trockenheit nimmt zu, beobachtet der Stadtgärtner von Langenau (Alb-Donau-Kreis), Dominik Wansing. Dramatisch sei die Lage nicht, doch reagieren müsse die Kommune schon.

"Wir stellen durchaus fest, dass wir im Mittel der letzten Jahre weniger Niederschlag haben", sagt Dominik Wansing. In den letzten Jahren sei in Langenau beispielsweise immer mal wieder der Flötzbach ausgetrocknet. Daran sei man inzwischen schon gewöhnt.

Hitze-Sommer 2022: Ausgetrockneter Flötzbach in Langenau (Foto: SWR, Frank Polifke)
Der Flötzbach in Langenau (Alb-Donau-Kreis) trocknet schon länger immer mal wieder aus. Auch zur Zeit führt er kein Wasser. Frank Polifke

Bedenklich sei die Lage in Langenau noch nicht. Man sollte aber durchaus bewusst und nachhaltig mit Wasser umgehen, so der Stadtgärtner. Wasser sei nicht nur eine Ressource, im Sinne von Trinkwasser, sondern auch ein Lebensraum.

"Es gibt den sogenannten Dürremonitor, wo man schauen kann, wie sich unser Boden, was die Feuchtigkeit angeht, so darstellt."

Reagieren könne die Stadtgärtnerei nur über das Gießverhalten. Gegossen werde in diesem Jahr seit Ende März, Anfang April. Wasser bekommen laut dem Gärtner nur neu angepflanzte Staudenbeete und Bäume bis ins fünfte bis achte Standjahr. Alles andere werde nicht gegossen. Und es werde das so genannte Grauwasser aus der Kläranlage genommen, kein Trinkwasser.

Hitze und Trockenheit: gezielt Gießen und hitzebeständige Pflanzen (Foto: SWR, Frank Polifke)
Der Langenauer Stadtgärtner Dominik Wansing. Frank Polifke

Neue Pflanzen: Hitzebeständig und für das Stadtklima geeignet

Auch bei Neuanpflanzungen schaue man auf den Klimaaspekt. Bei Bäumen beispielsweise wähle man solche, die hitzetolerant sind, das Stadtklima vertragen und das Streusalz im Winter. Das seien beispielsweise der Amber, die Hainbuche, die Gleditschie.

Es seien aber immer noch heimische Pflanzen, so Wansing, man müsse noch nicht auf mediterrane Gewächse zurückgreifen. Bei den Stauden versuche man, zurück zur Wildform zu gehen. So sehe man vermehrt den Klatschmohn oder auch die Wegwarte.

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