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Chaos an den Grenzen: Auch Speditionen aus Langenau und Neu-Ulm sind von der Sperrung der Verkehrswege und den kilometerlangen Staus in und vor Großbritannien betroffen. Einige haben jetzt reagiert.

Die Spedition Dachser in Langenau (Alb-Donau-Kreis) hat den Warenverkehr für Industriegüter und Lebensmittel auf die Insel vorerst gestoppt. Bis auf Weiteres werden keine Waren mehr mit Ziel Großbritannien angenommen. Sendungen, die sich bereits auf dem Weg befinden und den Zielort noch nicht erreicht haben, werden zurückgeschickt. Nach Irland werde der Warenverkehr nach Möglichkeit auf den Seeweg umgeleitet.

Die Spedition Dachser in Langenau (Alb-Donau-Kreis) hat den Warenverkehr für Industriegüter und Lebensmittel auf die Insel vorerst gestoppt. (Foto: Imago, imago images/Rust)
Die Spedition Dachser in Langenau hat den Warenverkehr für Industriegüter und Lebensmittel auf die Insel vorerst gestoppt. Imago imago images/Rust

Auch die Neu-Ulmer Spedition Allgaier spricht von einer angespannten Lage. Viele Fahrer würden kilometerweit auf der Strecke nach Großbritannien im Stau stehen. Dennoch heißt es erstmal abwarten, sagte Vertriebsleiterin Kathrin Stapf dem SWR Studio Ulm.

1.500 Lastwagen stecken fest

Der Eurotunnel und der britische Hafen Dover sind bis auf Weiteres geschlossen. Am Dienstag steckten in England deshalb mehr als 1.500 Lastwagen fest. In Großbritannien war eine Mutation des Coronavirus festgestellt worden, die sich offenbar schneller ausbreitet. Frankreich hatte Lastwagen aus Großbritannien ab Sonntagabend für 48 Stunden die Einfahrt verboten, während der Virusstrang untersucht wird.

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